Heute war Bunkertag. Zuerst haben wir die etwa 30 km entfernte Wolfsschanze, das ehemalige Führerhauptquartier, besucht, das in einem dichten Wald in der Nähe von Gierloz (dt Görlitz) angelegt wurde. Über 1000 ha verteilt, wurden hier Baracken, Bunker, u.a. der Führerbunker und der Bunker für Hermann Göring gebaut. In einer der Baracken fand am 20. Juli 1944 das von Oberst Stauffenberg geführte Attentat auf Hitler statt, das bekanntlich fehl schlug.
Vier Monate nach dem Attentat wurde die Wolfschanze geräumt und die Bunker gesprengt. Als wir heute durch den friedlichen Wald spazierten, die Ergebnisse der rohen Kraft der Sprengungen betrachteten, so ist schwer vorstellbar, dass das eine der Schaltzentralen für einen so desaströsen Geschichtsabschnitt gewesen ist.
Danach fuhren wir weiter nach Mamarki (dt Mauerwald), hier war der wesentlich grössere Bunkerkomplex des deutschen Oberkommandos des Heeres angesiedelt. Es gab Platz für 40 Generäle, 1500 Offiziere und Soldaten. Hier wurde der Russlandfeldzug, die grösste Militäroffensive im 20. Jahrhundert (Unternehmen Barbarossa) geplant und geführt.
Die Bunker sind alle noch erhalten und wir konnten Verbindungstunnels und Gänge mit iPhone-Licht erkunden.












