Tag 44, Vicksburg – Clarksdale

Bei angenehmen Temperaturen und Sonne fuhren wir heute auf der MS61 weiter Richtung Norden mit etwas Abstand parallel zum Mississippi. Wir fuhren sicher 50 km und links und rechts der Strasse waren alle Felder überschwemmt. Die Ebene zwischen Memphis und Vicksburg wird Mississippi Delta genannt (nicht zu verwechseln mit dem River Delta bei New Orleans) und wird regelmässig geflutet.

Unser Host, eine nette Dame, meinte, alle notwendigen Dämme seien gebaut, um das Gebiet zu schützen, aber die Obama-Administration habe die notwendigen Pumpen wegen Umweltbedenken nicht eingebaut. Im Radio kam heute dazu passend die Meldung, dass Donald Trump drei Milliarden Dollar für die Unterstützung der Farmer in Mississippi gesprochen habe und es seien noch immer 500’000 acres (etwa 2000 km2) überschwemmt.

Unseren Zwischenstopp legten wir in Indianola beim B.B. King Museum ein. Es ist schön und informativ gemacht und die Videos über sein Leben, seine Konzerte, sein Engagement bei den Bürgerrechtlern und natürlich die Kommentare seiner Mitmusiker sind sehenswert.

Jetzt sind wir in Clarksdale, einer Blueshochburg, eigentlich die Geburtsstätte des Blues, die auch ums Überleben kämpft. Wir nächtigen in einem schönen Haus, etwa 10 Gehminuten vom Blues=Zentrum entfernt.

Nach dem Dinner bei Abe’s BBQ, eröffnet 1924, haben wir noch ein paar Runden Blues im Ground Zero mit Bill Perry reingezogen – urchig und nach dem er seine Schmerzmittel gegen sein Rückenleiden eingeworfen hatte, wurde er immer besser.

Ziemlich hoffnungslos.

Kleiner Hinweis, was noch fehlen könnte.

Wenn er das gewusst hätte, hätte er die Bewässerung früher abgestellt ….

Vor dem B.B. King Museum in Indianola.

Blues Boy King in jungen Jahren. Sein Vater war Sharecropper im Delta. Auf seiner Gitarre der Hinweis wann und bei welchem Radio man ihn hören konnte.

Indianola, gerade neben dem Museum.

Unser Haus, das ” Clarksdale White House”.

Unser nettes Zimmer mit guter Infrastruktur.

Clarksdale, diese Werbung steht für Transparenz!

Crossroads, wo sich die 61ste und 49ste treffen. Hier soll Robert Johnson dem Teufel seine Seele verkauft haben und seit dem spielt er, Robert, phantastischen Mississippi Blues!

Etwas komischer Name, aber der Club war zuerst da und soll gemäss www.bestbluesclubs.org Nummer 1 in den USA sein!