30.01.2017, Tag 19, Port Fairy – Halls Gap

Alles Roger oder was?! Heute war ein regnerischer Tag mit Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad.
Nach einem Cappucino neben den süssen Versuchungen fuhren wir nordwärts durch schier unendliche Ebenen von Gras- und Weideland. Nach etwa 80km, bei Dunkeld, plötzlich Berge: die Grampians (nach dem schottischen Vorbild benannt). Wir erklommen mal den Mt. William, mit 1167m der Höchste im Grampian NP. Dann noch zum Balcony und zum schönen McKanzie Wasserfall (siehe obiges Bild).
Danach zurück nach Halls Gap, eine nette Streusiedlung, die als Ausgangspunkt für Wanderungen im NP dient. Hier besuchten wir das Kulturzentrum “Brambuk”, das einen interessanten und schonungslosen Einblick in die Geschichte und Kultur der Aborigines vermittelt.
In unserem Motel hat es einen kleinen Sitzplatz, der hat direkt Anschluss zur Kakadu- und Kängurupopulation. Ich glaube es wird Zeit für ein Kängurufilet auf dem heissen Stein!
Nachtrag: Beiz mit hot stone menues hat hier am Montag zu ;-(

29.01.2017, Tag 18, Apollo Bay – Port Fairy (Great Ocean Road)

Nach einer angenehmen Nacht in der Jugi, haben wir weiter die Ocean Road abgefahren. Zuerst zum Cape Otway mit Koalas, Schlange und dem ältesten noch existierenden Leuchtturm auf dem australischen Festland.
Dann zur eigentlichen Attraktion, den 12 Aposteln und weiteren Arches und Razorbacks, sehenswert!

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12 Apostel

In Fairy, ein hübsches und gemütlich es Städtchen, sind wir den Empfehlungen unseres Hosts gefolgt und haben Fish & Chips to go geordert und ein Picnic im Battery Park abgehalten – sehr gemütlich und erst noch ein Seelöwe auf Besuch.
Kleines Detail: Die Portionen Tartarsauce, die wir zum Fisch gekauft haben: kein mühsames Öffnen, sondern in der Mitte knicken und schon kann man die Sauce dosiert applizieren!

Unser Fazit zur Great Ocean Road: Schön, insbesondere der Apostelabschnitt, aber im Ganzen doch eher etwas überbewertet. Wenn ich es mit einer US1 in California, einer Route to Hana in Maui oder der Küstenstrasse in Maine oder der Amalfiküste vergleiche, dann sind das sicher ebenbürdige Highlights.

24.01.2017, Tag 13. Foster und Prom

Foster, schon eher am Enddarm von Victoria, hat eine beachtliche Infrastruktur aufzuweisen: U.a. Motels, 3 Supermärkte, 3 Likörshops, 2 Beizen, 2 Bakeries und 3 Kaffees, wovon mindestens eines hervorragenden Cappuccino serviert. 60 km von Foster entfernt befindet sich das Visitor Center des Wilson Promotontory NPs und damit ist Foster die letzte Gelegenheit sich zu vernünftigen Preisen zu versorgen.
Also los in den Prom (so nennen ihn die Aussies). Aber wir sind etwas enttäuscht, dass man den schönen Süden des Parks eigentlich nur mit 2-Tages-Wanderungen erkunden kann.
Dann halt ab in den Norden zum Lilly Pilly Gully Trailhead. Wir schreiten durch den Regenwald und beobachten einen Gelbohr-Rabenkakadu, die grösste Kakaduart, die nur in Südost-Australien vorkommt. Dann erklimme ich noch im Geist der “Zischtigswanderig” den Mt. Bishop, 375m.
Mittagessen mit Picnic ist angesagt. Wir konnten wählen zwischen schönem Strand mit starkem Wind, der die Chicken breast Scheiben, auch wenn sie mit Tomaten beschwert waren, vom Brot windeten oder einem angenehmen Tisch im Windschatten, wo mindestens 200 Fliegen auf uns warteten und Speisen und Gesicht in Beschlag nahmen. Wir entschieden uns für die Fliegen, es wurde aber ein kurzes Mittagessen.
Zum Schluss noch zum Prom Wildlife Walk. Und hier konnten wir eine ganze Herde Känguruhs beobachten, auch Junge im Beutel 😉

Morgen auf nach Melbourne.

22.01.2017, Tag 11, Bairnsdale und Umgebung

Heute sind wir es gemütlich angegangen. Nach einem Chat mit unserer Lady vom Motel, sie ist Neuseeländerin, über einen Ausflug in die Australian Alps, meinte sie: “You know the Swiss Alps, I know the Mountains in New Zealand, I tell you, here, these are just hillls!”
Zerst besuchten wir also den Monatsmarkt in Bairnsdale, wo wir die Schraubenbratkartoffeln entdeckten – nicht billig, aber originell.
Danach haben wir das Mündungsdelta des Mitchell Rivers im Lake King erkundet, es soll, nach dem Mississippi, das Grösste der Welt sein.
Nach einem Picknick an einer stillen Bucht am Lake Victoria (auch der Trauerschwan war da) machten wir uns auf nach Paynsville, wo wir mit der Gratisfähre in 3 Minuten auf Raymond Island übersetzten. Hier soll man Koalas in den Eukalyptusbäumen beobachten können. Wir waren skeptisch, aber nach 5 Minuten auf dem Trail entdeckten wir schon den ersten putzigen Kerl auf einem Baum. Und so ging es weiter, sicher 20 Beuteltiere haben wir auf den Bäumen gesehen, dazu noch junge Eulenschwalme, wie uns ein kundiger Einheimischer erklärte!

20.01.2017, Tag 9, Nowra – Narooma

Heute ging es weiter südwärts. Aber zuerst tanken. Ich stehe vor einem Kasten mit 6 Displays, einem Touchscreen und Instruktionen. Aber weder Geldschlitz noch KK-Leser. Also zuerst ins Office. Dort füllt ein Tamile die Gestelle auf und auf meine Frage, wie das funktioniert, sagt er “nozzle out, fill up and come here with card”. So einfach.
Weiter zur Jervis Bay, eine hübsche Gegend und weite Bucht. Hier hat der australische Flugzeugträger HMS Melbourne am 24.02.1964 einen Zerstörer, auch australische Marine, bei einem Manöver aus Versehen in der Mitte zerteilt. Der Bugteil war innert 10 Minuten auf 1100m abgesoffen, der Rest folgte 10 Std später. Resultat: 84 Tote und ein paar peinliche Fragen.
Und da waren noch die Flüchtlingsinseln – sie haben sich als Fussgängerinseln geoutet!
Noch eine Crèmeschnitte in der Heritage Bakery von Milton, dann nächste Station der Murramarang NP, Pebbly Beach. Traumhafte Küste. Wir haben eine Wanderung unternommen und tatsächlich Wallabies im Wald gesehen. Dann noch den etwa 1,5m Varan bestaunt, der gemütlich über den Weg lief, bevor wir ein erfrischendes Bad im Pazifik nahmen.
In Narooma im Golfclub zum Dinner und dann zum Abschluss noch Papageien, Kakadus und Seelöwen.