Tag 16, Posen – Thorn – Danzig

Von Posen nach Danzig (Gdansk) sind wir heute zuerst 130 km der Landstrasse 15 bis nach Torun (Thorn) gefolgt. Ein Weltkulturerbe, es ist eine der ältesten Städte von Polen (8. Jh.) und hat den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden. Schöne, überblickbare Altstadt, an der Weichsel gelegen, das machte die Fahrpause zum Vergnügen. Übrigens ist Torun die Geburtsstadt von Kopernikus, der das heliozentrische Weltbild aufzeigte und zum Ärger aller Geistlichen auch gut begründen konnte (sie akzeptierten es trotzdem nicht).

Danach ging es auf der A1 für 28 Zloty 200km zügig nordwärts bis Danzig.

Hier bezogen wir ein gut gepflegtes Zweizimmer-Appartment, kaum 300 Meter von der beeindruckenden Altstadt entfernt. Wir werden 6 Tage hier bleiben und Stadt und Umgebung erkunden.

Tag 15, Ausflug Wolsztyn

Heute stand die Eisenbahn im Mittelpunkt. Wir nahmen den Bummler, ein Polnischer Diesel-Flirt mit Automatikschaltung und fuhren von Posen 80 km in 90 Minuten westwärts nach Wolsztyn, ein verschlafenes Nest in the middle of nowhere. Die einfache Fahrt kostete 12 Zloty (CHF 3.50), war pünktlich und die Komposition war klimatisiert!

In Wolszyn besuchten wir das Dampflokomotiven-Depot, es soll das einzige in ganz Europa sein, das täglich Dampfzüge bereitstellt, die dann im normalen Fahrplan auf kurzen Strecken verkehren. Im Depot gab es verschiedenste Dampflokomotiven zu bestaunen, zum Teil wurden auch Wartungsarbeiten ausgeführt.

Dann, um 15.10 kam der erwartete Dampfzug in Wolsztyn an und nach dem regulären Halt rangierte der Zug zum Depot zur Schlackengrube. Hier konnte man das Entleeren der Schlacke und danach das Nachfüllen des Tenders mit Wasser und Kohle und die liebevolle Pflege mit Lumpen und Hämmerli verfolgen.

 

Tag 14, Posen

Posen (Poznan), an der Warthe (Warta) gelegen, auch als Wiege von Polen bezeichnet, ist eine angenehme und sehenswerte Stadt.

Wir besuchten den Marktplatz, die Dominsel, wie schon in Breslau ein wichtiger Punkt in der Geschichte, Aussenquartiere mit gemütlichen Beizli, das Kaiserschloss und das neue Einkaufszentrum, das auf dem Gelände der alten Brauerei errichtet wurde. Ich bin ja nicht der „Mall-Fan”, aber ich muss zugeben, schön und interessant gestaltet (was die langweiligen internationalen Ketten im Haus nicht interessanter macht!).

Zu unserem Appartment noch, es ist immer noch gut, aber heute morgen um 06.30 standen wir im Bett, als gerade unterhalb von uns die Abfallkolonne den Kericht einlud und verdichtete. Kaum davon erholt, kam 15 Minuten später das Recycling-Kommando, das war noch übler….