Tag 7, Zakopane

Die Hohe Tatra stand heute auf dem Programm. Der Plan war mit der Luftseilbahn auf den Kasprowy Wierch 1950m) zu fahren und dort eine Tour zu unternehmen. Wir fuhren mir dem Auto die 5km zur Talstation, plötzlich fast keine Autos mehr, nur noch Taxi und Busse und dann sahen wir die Schlange! 300m bis zum Kassenhäuschen und die Zweite vor der Bahn war etwa 200m lang. Zudem realisierten wir, dass es hier keinen Parkplatz für PWs gibt. Lagebeurteilung mit der Kosequenz „Abbruch”! Zurück zur Villa war auch keine Alternative, der Stau durch Zakopane war schon beachtlich.

Also fuhren wir auf der Kammstrasse gegen Osten und suchten nach dem Wanderparkplatz mit einem freien Platz. Den haben wir gefunden und wanderten etwas den Markierungen nach durch den Wald – aber eigentlich war nur der Schrittzähler begeistert.

Nach einer Stunde kehrten wir dann ohne Mühe zurück in unsere Villa.

Was tun mit dem angebrochenen Nachmittag? Ich entschloss mich, direkt zum Einstieg der „Dolina Strqzyska” ein Tal das in den Nationalpark führt, zu wandern und die Gegend zu erkunden. 5 Zloty kostet der Zugang aber das Tal und der Weg waren auch hübsch. Hinten im Tal entschloss ich mich aufzusteigen und eine Runde zum nächsten Tal zu machen. Tolle Aussichten und zum Teil steile Wege, aber sehr attraktiv.

Morgen geht es weiter nach Wroslaw (Breslau), mindestens 4h Fahrt.

Tag 6, Zakopane

Nach etwas längerer Bettruhe ging es heute auf den “Hausberg” von Zakopane, den Gubalowka. Er ist etwa 1150m hoch, liegt also 300m über dem Tal und steht genau vis-a-vis, also im Norden des Gebirgszuges der Hohen Tatra, dies verspricht eine gute Aussicht.

Wir wanderten zur Talstation der Standseilbahn, schon hier hunderte von Verkaufsständen und Beizli und bei der Bahn dann, nicht überraschend, hunderte von Leuten, die für Tickets und dann für die Bahn anstanden.

Kurze Standortbestimung: wir laufen. Ein etwas steiniger Wanderweg entlang der Bahn – und – ein Kassenhäuschen! Sie wollten 6 Sloty für die Benutzung des Geröllweges und das Ticket sei auch den ganzen Tag gültig!

Oben angekommen, bot uns ein Bild wie auf einer Chilbi. Beizen, Stände, Spielgeräte, alles entlang der Strasse auf der Gubalowka. Und Leute, unglaublich. Die Polen scheinen das Gesellige und Deftige dem Beschaulichen vorzuziehen, und wie wir das erlebt haben, machen sie das gut organisiert und für uns auch günstig. Wir kehrten in einer Terassenbeiz ein, assen etwas von den lokalen Fleischprodukten und suchten dann den anderen, viel schöneren Wanderweg, der uns dann gratis wieder nach unten führte.

Tag 5, Krakau – Zakopane

Nach einer recht kühlen Nacht mit verschiedenen Gewittern haben wir nach einem kurzen Cappucino in der Stammbeiz ausgetscheckt und das Taxi zur Autovermietung genommen.

Nach 3 km und 11 Zloty (3 CHF) sind wir in ein neues aber etwas düsteres Bürogebäude getreten und haben den Schalter der Autovermietung auf Anhieb gefunden. Aber die wenigen Leute sitzen im Foyer, nicht im Office. Totaler Stromausfall war die Ansage.

Die Formalitäten auf Papier, Kopie per Handy-Foto und das Kreditkartenterminal hat dank Akku und Mobilnetzwerk einwandfrei funktioniert.

Das Auto stehe im 1 UG, alles sei okay.

Ich gehe bei Notlicht runter, finde den Wagen, Brigitte wartet mit dem Gepäck oben. Mit dem KIA dann Richtung Exit, die Türe öffnet sich – aber die Barriere nicht und die Intercom natürlich tot!

Ich gehe durch die dunkle Garage zurück, finde mit etwas Glück das Treppenhaus und gebe dem Typen oben den Schlüssel – er soll bitte das Barrierenproblem lösen und den Wagen nach oben stellen und wo ist denn das WC? Nach etwas hin und her bekomme ich Zugang zum Behinderten-WC, um den Druck, der vermutlich vom gestrigen zwiebelumsäumten Hering stammt, etwas zu reduzieren. WC natürlich zappenduster, aber warum hat man ein iPhone mit Lampe!

Dann geht es los Richtung Süden, Zakopane erwa 70km von Krakau entfernt, in der hohen Tatra ist das Ziel.

Es staut bald und nachhaltig; auf der Gegenseite Tausende, die nach Norden „stehen”. Wir wissen, dass Zakopane DER Touriort von Polen ist, mehr Leute als an der Ostsee erscheinen hier – Sommer und Winter.

Nach zwei Stunden Kupplungsdauertest, beschliessen wir eine der Unesco-registrierten Holzkirchen in Debno zu besuchen und biegen Richtung Osten ab. Dieser Typ Kirche gibt es in den weiter östlich gelegenen Waldkarpaten dutzendweise, aber unsere Tour führt uns nicht dort vorbei.

Sehenswerte Konstruktion, leider blieb das eiserne Gittertor geschlossen und wir konnten das Innere nicht erkunden.

Über schmale Strassen durch aufgeräumte Bauerndörfer, ging es dann weiter Richtung Zakopane – bis zum Punkt als es nicht mehr ging – Baustelle, Überschwemmung oder beides. Irgendwie haben wir die polnische Info 15 km früher nicht ganz korrekt verstanden. Also, bei zunehmendem Regen und Nebel wieder zurück und über die Kammstrasse durch satte Mischwälder Richtung Zakopane.

Geschafft, unsere Villa gefunden und einquartiert.

Dann ging es ab auf die Tourimeile von Zakopane. Eindrücklich, 3 mal so lang und doppelt so breit wie die „Steine” in Basel und mindestens 10 mal soviel Leute. Beizen, Musik, Läden, was man so braucht, schon erstaunlich und friedlich. 95% der Leute waren Polen, würde ich sagen. Nebst dem Touristoff, gibt es auch schöne Holzhäuser im „Zakopane-Stil”.

Zum Znacht eine Borscht- und eine Gulaschsuppe, das gibt Fundament.

Morgen sollte dss Wetter weiter bessern, dann gehen wir sicher etwas in die Berge.

Hier die Bilder der Holzkirche von Debno, gebaut 1490.

Holzkirsche in Zakopane.

Das Innere sehr rustikal

Eine der Spezialitäten, der geräuchte Käse mit Konfitüre, na ja.

Eine der riesigen Roste an der Tourimeile.

Die Gulaschsuppe wird serviert.

Unsere Villa bei Nacht (wir haben nur ein Zimmer).