Tag 38, Baton Rouge

Bei sommerlichen Temperaturen haben wir uns zuerst den schattigen Botanischen Garten der Louisiana State University angeschaut. Auf einer Wanderung von etwa 4 km kann man die Flora der verschiedenen Vegetationszonen gut dokumentiert anschauen. Manchmal war die Nähe der Interstate mit ihrem Lärm etwas irritierend, aber dann halt.

Auf Betriebstemperatur sind wir dann zur “Innenstadt” von Baton Rouge gefahren, haben zuerst die Mississippi Promenade am linken Ufer und dann das (neue) State Capitol besucht. Es bietet eine Aussichtsterrasse auf etwa 120 m Höhe.

Botanic Garden, eine Loblolly Pine.

Eine Cypress.

Poison Ivy, etwas ungemütlich mit ihrem Allergien auslösenden Öl. Das Sprichwort lautet: “Leaves of three, let it be!”

Die Zwergpalmetto, die einen unterirdischen Stamm besitzt.

Die Frucht der Southern Magnolia.

Der Sumpf darf nicht fehlen.

Pilze auf einem abgestorbenen Baumstamm.

Hauptsache am Schatten.

Wo der Mississippi ist, ….

… ist der Dampfer nicht weit.

Noch etwas Demonstration der Wehrkraft.

Das höchste State Capitol der USA und erst noch mit gratis Aussichtsplattform.

Die Schubleichter schaffen es knapp gegen die starke Strömung.

Noch ein Überbleibsel des Memorial Days vor dem Capitol.

Tag 36, Lafayette – Baton Rouge

Bevor es Richtung Osten weiterging, besuchten wir noch die Driving Range, kaum 1 km von unserem Hotel entfernt. Ich sprach mit dem Eigentümer und er erzählte, dass er nebst der Range, die er mit seinem Bruder betreibe, noch im Consulting für die Ölindustrie tätig sei. Dann habe er ja bald nichts mehr zu tun, wenn wegen der Klimaerwärmung die Ölförderung eingestellt werde, meinte ich. Ja, es sei tatsächlich so, sagte er, dass in Louisiana die Vorschriften und Bedingungen für Neuerschliessungen von Ölfeldern immer härter werden – but Mr. Trump brings work back to us!

Dann ging es weiter auf der Interstate 10 nach Osten, durch riesige Sümpfe, über einige Bayous und Bays und zuletzt über eine imposante Brücke über den Mississippi nach Baton Rouge, der Hauptstadt von Louisiana.

Woher kommt der Name Baton Rouge? Als 1699 französische Kundschafter das Gebiet erreichten, fanden sie auf einem Hügel einen roten Stock, der die Grenze zwischen zwei Indianerstämmen markierte – der Stock wurde zum Stadtnamen.

Am Nachmittag besuchten wir in der Nähe des Hotels den “Bluebonnet Swamp”, der einen schönen Rundweg am Rand des Sumpfes anbietet. Sprichwörtlich, der Sumpf in der Stadt. Wir sichteten Schildkröten, zwei Wasserschlangen, ich habe den Namen, der mir der Ranger mitgegeben hat, vergessen, einen Hasen und einige hübsche Vögel sowie einen Waschbären.

Dinner heute fand in einer bemerkenswerten griechisch/libanesischen Beiz, drei Minuten vom Hotel entfernt, statt. Ausgezeichnet, mit griechischem Wein und es gab sogar einen Dining-Room 😂.

So stelle ich mir das vor: der Ätti mit den Enkeln auf der Driving Range.

Boardwalk durch den Bluebonnet Swamp.

Die eine Schlange noch auf dem Baumstamm.

Die Andere regungslos im Pflutter.

Sie jagte unterwegs noch ein paar kleine Fische.

Tag 35, Lafayette

Das “Acadian Ballenberg” war heute an der Reihe. Die Siedlung Vermillionville, am gleichnamigen Fluss, wie Lafayette früher hiess, bietet einen Einblick in die Bau-, und Lebensweise der Acadians zwischen 1765 und 1890.

Verschiedene Charaktere waren in den Häusern präsent und erzählten Geschichten aus den alten Zeiten. Bemerkenswert fand ich die Geschichte über die offensichtlich gut dokumentierte Methode, wie die ersten Kolonialisten (Spanier, Deutsche, Portugiesen, etc.), lange bevor die Acadians ankamen, die einheimische Bevölkerung ausrotteten: Jeder Native American erhielt von den Kolonialisten ein Welcome Pack, das u.a. auch Bettzeug enthielt, das aber mit Pest oder andern Krankheitserregern behandelt war. So konnte die ursprüngliche Bevölkerung schnell um gut 93% reduziert werden! Das gab Platz für die Einwanderer und für gutes Business ….

Noch ein Abstecher zu Downtown Lafayette, einer recht übersichtlichen Sache.

Und da wäre noch das Cajun-Dinner mit Live Music in der bekannten Beiz Randol’s in Gehdistanz von unserem Hotel entfernt und erst noch empfohlen von unserem elsässischen Freund aus Castroville, TX!

Wir bestellten eine Seafood Gumbo, einen Salat und eine Seafoodplatte. Der Gumbo war gut, erinnerte an Mehlsuppe, aber mit Shrimps und einiges schärfer. Die Seespeise-Platte war nicht so unser Favorit, alles im Teig gebacken und die Krabbe war ein Panzer mit (sehr wenig) Krabbenfleich und Füllmasse gestreckt. Pommes und Louisianareis okay, aber die Sauce war sowas von schlaff.

Die Cajun-Band machte sich bereit, aber oh Überraschung, da war eine Glaswand zwischen Bühne und Essraum! Ich fragte den Kellner, warum denn das so sei und er meinte, das wisse er nicht, aber er vermute, dass es wegen der Lautstärke sei ….

Die Band begann ihren Cajun-Sound zu spielen und erst noch gut und die Lautstärke war tatsächlich okay. Interessant waren auch die beiden Bildschirme links und rechts des “Bühnenfensters” – sie zeigten eine andere Band, aber immerhin ohne Ton!

In netter Umgebung am Vermillion Bayou.

Typisches, einfaches Acadian Haus.

Handwerk.

In der Schule. Strafaufgabe, wenn trotz Verbot Französisch anstatt das verordnete Englisch gesprochen wurde. Diese Regelung war von 1900 bis 1968 in Kraft.

Besuch in Downtown Lafayette, der Rue Jefferson.

Das ist das Aushängeschild. Auch ein korrektes Kaffeehaus entdeckten wir.

Und das ein imposantes Wandbild, sicher etwa 15m breit!

Unsere Dinner-Beiz Randol’s; Sicht auf das Bühnenfenster und die beiden Bildschirme mit einer anderen Musikgruppe!

Tag 34, Lafayette

Zuerst statteten wir Tabasco auf Avery Island einen Besuch ab. Hier wird Tabasco hergestellt und weltweit vertrieben. Die Fabrik ist überschaubar gross und man kann den relativ einfachen Herstellungsprozess auf einer self-guided Tour gut verfolgen.

Nächste Station war St. Martinville. Hier besuchten wir das African American Museum, das den Sklavenhandel generell und die Situation damals speziell in St. Martinville aufzeigt. Schlicht gestaltet aber sehr informativ. Interessant war, dass Sklaven, die sich freikaufen konnten und selbst Geschäfte aufbauten, ebenfalls Sklaven hielten.

Im Gebäude nebenan ist das Museum of the Acadian Memorial untergebracht. Es dokumentiert die Vertreibung der etwa 10’000 Acadians, französische Auswanderer, die im heutigen Nova Scotia lebten und zwischen die Fronten der rivalisierten Engländer und Franzosen gerieten. Über 3000 landeten in Louisiana und bildeten den Grundstein für die Cajun-Kultur.

Letzter Stop dann im Sumpf des Lake Martin. Unser Guide zeigte uns die verschiedenen Facetten der Sumpflandschaft und ihrer Einwohner. Wunderschön!

Die Tabasco Factory auf Avery Island.

Es gibt 3 Grundzutaten für Tabasco: Chilischoten, Salz und Essig. Die Schoten kommen von Plantagen auf Avery Island und Südamerika und das Salz aus dem hauseigenen Salzbergwerk auf der Insel.

Die Schoten werden unter Zugabe von Salz zu Brei verarbeitet und dann 3 Jahre in Fässern gelagert.

Nach drei Jahren wird der Brei unter Zugabe von Essig während 3 Wochen gerührt und gereinigt.

Dann abfüllen Und verschicken.

Bild im Heritage Center in St. Martinville: die Ankunft der Acadians in Louisiana.

Nach jahrelanger Forschung ist die Tafel mit 3000 Namen der akadischen Einwanderer entstanden

Im Sumpf beim Lake Martin.

Ein kleinerer Alligator.

Sie nennen ihn den Sumpfpinguin.

Die Turtle Family.

Wie im Märchen.

Der “Schlangenvogel” trocknet seine Flügel.

Tag 33, Beaumont – Lafayette

Am heutigen Memorial Day haben wir die Hälfte unserer Reise hinter uns, haben Texas verlassen und sind nun in Louisiana, dem “Pelican State”.

Nach schneller Fahrt auf der schwach befahrenen Interstate Richtung Ost sind wir in Lake Charles etwas nach Süden abgebogen, um etwas gemütlicher übers Land zu fahren. Erster Stopp in Lake Arthur mit ziemlich heruntergekommenem Zentrum aber mit einer überraschenden Lakefront mit riesigen Bäumen und einiges an Memorial Day Aktivitäten.

Nächster Halt, nach einer Fahrt an unzähligen Crawfish-Zuchtteichen, Zuckerrohrplantagen und Reisanbauflächen, war in New Iberia angesagt. Ein kleines Städtchen mit schönen Häusern, z. B. dem Shadows-on-the-Teche, es ist ein 350 m² großes historisches Haus und Garten, Das National Historic Landmark wurde 1834 für den Zuckerrohrpflanzer David Weeks und seine Frau Mary Conrad Weeks erbaut und befindet sich derzeit im Besitz des National Trust for Historic Preservation.

Dann ging es weiter nach Lafayette, wo wir drei Nächte verbringen.

Willkommen in Louisiana.

Die Seafront in Lake Arthur.


Lake Artur, das Seeufer.

Lake Arthur, gigantische Bäume.

Lake Arthur, sonst etwas heruntergekommen.

New Iberia.

New Iberia, Shadows-on-the-Teche, das Haus des ehemaligen Zuckerrohrkönigs David Weeks.

New Iberia, das Theater.

Die vier Ladies im Schaufenster des Cafés – sie spielten Bridge und kennen, wie sie mir erzählten, Leute von der UBS in der Schweiz. Sie luden uns ein, an einem Panel im Theater teilzunehmen, wo es um die Geschichte der schwarzen Soldaten in den Kriegen gehe, in die die USA involviert waren – ein Memorial Day Thema. Wir liessen es aus, ich musste meinen Autoschlüssel suchen.

Hervorragendes Club Sandwich wurde serviert. Die Dame vom Service erzählte, dass sie 13 Tage am Stück arbeite 10.00 bis 22.00 und dann einen Tag frei habe!

“The Seven Course Menu” heisst dieses Bild.

Dann zurück auf dem Riverwalk.