Tag 32, The Woodlands – Beaumont

Erster Stopp auf unser Weiterreise nach Osten war das “Big Thicket National Preserve”, ein Stück des ursprünglichen “Dickichts”, das einst den Osten von Texas überzog und heute gerade noch 3% davon übrig sind. Also auch hier enormer Druck auf die Ökosysteme. Wir haben auf Empfehlung des Rangers den “Kirby Nature Trail” in etwa 2 Stunden absolviert und es hatte schon einige interessante Aussichten.

Danach ging es weiter nach Beaumont, ein Ort mit etwa 100’000 Einwohnern. Er wurde 1901 berühmt, weil hier das erste ergiebige Ölfeld mit etwa 100’000 Barrel pro Tag angebohrt wurde und den Ölboom in Texas eingeleitet hatte. Damals sprudelte soviel Öl, dass man es mit den technischen Mitteln nicht bewältigen konnte und viel Öl und Salzwasser in der Umgebung versickerte.

Wir haben zuerst Downtown besucht – das Leben pulsierte dort, wie etwa in Oberbeinwil am Nachmittag und dann noch ein Abstecher zu Gladys City Museum, das aufzeigt, wie sich die Boomstadt 1900 präsentiert hat, war aber schon geschlossen, auch okay.

Man merkt, dass wir nahe an Louisiana sind = die Cajun Beizen, und so eine haben wir zum Dinner besucht, werden häufiger und der Anteil der schwarzen Bevölkerung steigt.

Die Ölpumpe für den Garten.

Der Einstieg in den Big Thicket N, P.

Darum heisst es “Grosses Dickicht”.

Etwa 500 jährige Cypress im Sumpf.

Die “knees” im Vordergrund gehören zum Wurzelsystem der Bäume. Die Funktion sei umstritten, meinte der Ranger, aber vermutlich braucht der Baum Anschluss zur Luft, weil sonst seine Wurzeln immer unter Wasser im dichten Schlamm sind.

Fantastische Welt.

Das ist die Rotohrenschildkröte, sie sei genügsam und komme häufig vor.

Das ist der Hauseingang des Crayfishs (Süsswasserkrebs). Er gräbt senkrecht in den Boden, schichtet den Aushub als Kamin auf und legt dann einen Tunnel horizontal leicht steigend an, damit er nicht so schnell geflutet wird und Ruhe hat.

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Die Standardeisenbahnhebebrücke in Texas.

Andenken an die erste Erfolgsbohrung hier im Januar 1901.

Tag 31, The Woodlands

Wir haben heute die Woodlands Mall, ein Konsumtempel mittlerer Grösse mit etwa dreimal so grosser Park- wie Einkaufsfläche besucht. Der (Golf-) Sportladen war ein primäres Ziel; ich habe dort etwas mit dem Verkäufer gesprochen und am Schluss gibt er mir einen Bon mit 20% Rabatt auf den gesamten Einkauf. Vielleicht dachte er, alles sei hier sowieso zu teuer oder es ist ihm gekündet worden oder – ich bin ihm soooo sympathisch gewesen; es war auf alle Fälle sehr nett.

Einen kurzen Lunch im Food Court: für $6.00 gab es Chicken Terryaki frisch vom Japaner, der war ausgezeichnet.

Wir wechselten danach über den Town Green Park zum Woodlands Waterway, dem künstlich angelegten Kanal- und Seen-System, das sich überraschend fussgängerfreundlich prãsentiert. Wir machten eine Runde und pausierten in einer netten Beiz mit Gartensitzplatz. Alles sehr nett gemacht und auch gut besucht.

Es geht auch mit Farbe.

Sicht Richtung See.

Auch die Jüngsten sind auf dem Kayak dabei!

Auch ausgefallenere Haustiere werden ausgeführt. Das Säuli werde etwa 50 Pfund schwer, aber das Endgewicht hänge vor allem von der Fütterung ab.

In der Gartenbeiz.

Interessante Überlagerung.

Und Kunst wird auch noch geboten.

Sieht fast wie natürlich aus …..

Tag 30, The Woodlands

Ein gemütlicher Tag heute, dachten wir, bevor uns der Feueralarm im Hotel aus dem Bett scheuchte. Schlecht gemanaged, niemand wusste was los ist und nach 10 Minuten war wieder alles paletti ….

Gegen Mittag machten wir uns bereit für den Golfplatz, Driving Range war angesagt. Am Nachmittag dann bei über 30 Grad noch eine Runde auf dem Nature Trail, der dann auch noch auf einem Golfplatz endete.

The Woodlands ist ein Gebiet etwa 45 km nördlich von Houston und wurde in den 70er Jahren als Masterplan entwickelt. Heute leben etwa 100’000 Leute hier, es hat imposante Firmensitze, Colleges, Malls, Hotels, Highways, Seen und wunderschöne Golfplätze. Für Fussgänger ist das bis jetzt aber der schlimmste Ort, weder Trottoirs noch Strassenübergänge, das macht wenig Lust auch nur 500m zu gehen, vor allen Nachts ;-(. Das meiste ist umgeben von Wald und macht die höheren Temperaturen erträglicher.

Platz hat es hier genug.

..und Bälle auch.

Auf dem Nature Trail.

Und im Tümpel hatte es unzählige Schildkröten.

Tag 29, Galveston – The Woodlands

Nach 40 km Fahrt von Galveston Richtung Norden, bogen wir zum Space Center Houston ab und spendierten die insgesamt $60.00 für den gut 4 stündigen Besuch. Vor mehr als 30 Jahren hatten wir auf unserer ersten USA-Reise das Kennedy Space Center in Florida besucht – und heute einen “alten Bekannten”, nämlich die in Florida als Freiluft-Exponat gezeigte Saturn V Mondrakete, nun in einer grossen Halle besser geschützt, angeschaut. Ein Freiwilliger führte entlang der Rakete und erzählte in knapp 10 Minuten über Design-Prinzipien, technische Daten und den Ablauf beim Verwenden des Ungetüms – das war brilliant gemacht.

Es gab zwei Ausflüge mit dem Trämli auf den Space Center Campus, einer ins Backup Mission Control Center der ISS, etwa so interessant wie ein Besuch in der Brocki Mümliswil und der Andere in die Mockup Facility, wo Astronauten in Simulatoren ISS und andere Raumschiffe kennen lernen.

Zuletzt konnte man noch den Space Shuttle, der Huckepack auf einer Boing 747 sitzt, anschauen – das war informativ und interessant.

Dann ging es bei zunehmendem Memorial Weekend Verkehr auf der I-45 quer durch Houston nach “The Woodlands” das schöne Golfplätze und Waldgebiete zwischen Interstates, Malls und Parkplätzen bietet. Wir werden sehen und bleiben über das Memorial Day Weekend hier.

Auf alle Fälle war der abendliche Besuch im Outback Steakhouse schon erfolgreich.

Besuch im leeren Backup ISS Mission Control Center, vorne links sieht man 6 Livebilder der IIS, in der Mitte den Orbit mit Position und rechts das Eventlog.

Kontrollpulte aus der Apollozeit (hinten) und Space Shuttle (vorne).

Trainings Facility mit ISS Komponenten.

Die Kapsel der neuen Orion Mission – mit ihr wollen sie nochmals zum Mond und 2030 zum Mars.

J-1 Raketenmotor der Saturn V, erste Stufe.

Unser Berater von Viola Amherd, zweiter von links mit der Crew von STS-103, Discovery im Dezember 1999.

Dann noch ein Blick in den Jumbo und das Space Shuttle. So wurde der Space Shuttle von Kalifornien, wo er normaler landete, nach Florida zum Startort befördert.

Skyline von Houston auf der Durchfahrt.

Tag 28, Galveston

Heute war eine Premiere: wir benutzen die “Motorbank”, ein ATM, den man vom Auto aus bedienen kann / muss. Einziges Problem; die Höhe des Automaten ist für SUVs optimiert, ich musste mich also mit Oberschenkeleinsatz im Auto aufrichten, um die Tasten zu erreichen.

Nach einem ausgezeichneten Cappuccino in Downtown ging es nachmittags bei warmem und feuchtem Wetter und zügigem Wind in den “Galveston Island State Park”, der nahe am Westende der Insel liegt. Der Park besteht hauptsächlich aus Grasland und Brackwasser und ist ein Paradies für Vögel, Kleinsäuger und sonstiges Getier.

Auf der Rückfahrt entlang der Küste fällt auf, dass alle Häuser auf Stelzen stehen, wie das hier Vorschrift sei, um die von den Hurricanes aufgebauten Wellen ohne grossen Widerstand passieren zu lassen.

Gemütliches Café in Downtown.

Im Galveston Island S.P. Typisches Grassland, wie es früher in den USA weit verbreitet war. Heute sei nur noch 1% der ursprünglichen Fläche vorhanden!!

Im Brackwasser.

Kein Durchkommen: der Wanderweg ist wegen hoher Tide und dem Wasserdruck, verursacht durch den starken Wind, überflutet.

Die Sonne brennt und die Moskitos sind angriffig.

Es hat auch noch ein paar Vögel, die wir beobachten können.

Wir treffen eine Gruppe von freiwilligen Parkführerinnen, die mit einem Biologen den Praxisteil ihres Fischbestimmungskurses absolvieren. Eine aufgestellte Truppe, mit der wir uns länger unterhalten haben.

Genau hinschauen und dem Flowchart im Bestimmungsbuch folgen ….

Dann treffen wir noch Pam, sie geht fast jeden Tag in der Galveston Bay mit ihrem Spezialkajak, von Hobie hergestellt, fischen. Sie zeigt mir den Spezialantrieb den sie mit den Füssen tritt und dann in “Flossenbewegungen” im Wasser umgesetzt werden. Sie kann auch den Rückwärtsgang einlegen und damit hat sie die Hände frei für die Angelrute.

Eine aufgestellte Dame mit interessanter Technologie in ihrem Kajak!

Ein Beispiel der Bauweise in Galveston am ungeschützten Strand.

Ich habe mit der Hausbesitzerin dieses Hauses gesprochen, sie wohnt mit der Familie in Houston und das ist ihr Wochenendhaus. Es stehe 15 Fuss über Boden und sei eines der höchsten hier am Strand und die Stelzen seien auch 15 Fuss tief verankert. Ob das Haus bereits den Hurricane Ike 2008 überlebt habe, wusste sie nicht, da sie das Haus erst kürzlich gekauft habe.

Am Strand. Er zieht sich über die gesamte Südseite der Insel, er ist also mehr als 40 km lang!

Tag 27, Galveston

09.00 hatte ich den Termin in der Boulevard Dental Clinic. Seit 2 Tagen hatte ich etwas Schmerzen in einem oberen Zahn und es fühlte sich leicht entzündet an. Mit Fantasien von dicker Backe und unerträglichen Schmerzen über die nächsten Wochen, fragte ich den Rezeptionisten im Hotel proaktiv, wie ich eigentlich bei meinen Zähnen selten bis gar nie bin, ob er mir einen Zahnarzt empfehlen könne und er empfahl mir eben diese Klinik.

Dort angekommen trug ich mich in die Warteliste ein und setzte mich zu den Kindern und Erwachsenen im Eingangsbereich, wo ziemlich laut eine Kochshow mit Produkten im TV lief, die vielleicht nicht gerade in die Zahnarztpraxis gehören. Ich machte die Dame am Empfang darauf aufmerksam, dass ich ein neuer Patient sei und sie meinte, das käme schon noch.

Dann der Aufruf “Mister Rols please” und ich wurde instruiert, wie ich meine Daten und zahnärztliche Vergangenheit sowie alle Haftungsausschlüsse auf dem Klinik-iPad auszufüllen und zu unterschreiben hätte. Gut organisiert und schnell erledigt. Dann der Preis tag: Die erste Untersuchung koste $48.00 und wenn es dann zur Behandlung käme, würde mir der Arzt sagen, wie teuer es ist. Okay, ich habe meine Karte gezückt.

Wenig später der Aufruf, mich in die erste Behandlungszelle zu begeben. Ich nahm Platz, etwas Smalltalk mit der netten Latinodame und dann beginnt sie mir den Blutdruck zu messen! Bei mir beim Zahnarzt auf dem Schragen!! 170 zu 120 (scheint international standardisiert mmHg, könnte sonst hier ja auch PSI sein 😉

Das sei aber ein hoher Blutdruck, meinte sie. Ja, der ist bei mir immer so, antwortete ich. Dann nehmen sie sicher Medikamente, erwiderte sie und ich musste präzisieren, dass er immer beim ZAHNARZT so hoch sei. Sie lachte und machte noch eine Messung.

Dann startete sie die Röntgenmaschine, drückte mir ein Plastikplättchen mit Kabel in den Mund und “klick” erschien das Röntgenbild auf dem PC. alles klar, sie brachte mich in eine noch kleinere Zelle, setzte mich auf den Zahnarztstuhl und meinte: “the doctor will be with you shortly”.

Und tatsächlich, nach 30 Minuten tauchte Dr Monique auf und erklärte mir das Röntgenbild, testete meinen Zahn, gab mir einen Spiegel und erklärte mir den Zustand meines Zahnfleischs sowie die angezeigte Pflege und meinte, es gäbe keinen Anlass jetzt etwas zu unternehmen.

Ziemlich erleichtert und mit meinen Röntgenbildern als Email, verliess ich zwei Stunden später die Klinik wieder.

Galveston, mit heute etwa 56’000 Einwohnern, war der Einwanderungsort des Westens; zwischen 1840 und 1870 kamen mehr als 250’000 Einwanderer hier an. In seiner Geschichte wurde Galveston zweimal von äusserst heftigen Hurricanes getroffen: 1900 verwüstete ein Sturm fast die gesamte Insel und überflutete sie total. 1917 wurde darauf der Schiffskanal nach Houston gebaut und damit war die wirtschaftliche Entwicklung von Galveston nachhaltig ausgebremst. Dann traf 2008 Hurricane Ike mit voller Wucht bei Galveston auf Land und hinterliess eine Spur der Verwüstung. Die 7 m hohe Flutwelle setzte die gesamte Insel unter Wasser.

Wir besuchten Galveston Downtown, eine für amerikanische Verhältnisse hübsche Altstadt, mit gepflegten Häusern, Beizen und Cafés, die zum Verweilen einladen.

Am Pier 21 statteten wir dem “Ocean Star Drilling Rig Museum”, einer Off-shore Ölplattform, die bis 1984 im Golf von Mexiko nach Öl gebohrt hat, einen Besuch ab. Interessant, auch Deep Water Horizon ist thematisiert, ansonsten eher eine Werbeplattform für die, glaube ich, schmutzigste und einflussreichste Industrie, die es zur Zeit überhaupt gibt (aber auch ich tanke bei Chevron und Exxon).

Noch ein Abstecher zu Tiki Island, einer Insel, knapp 35 cm über Meeresspiegel, mit ansehnlichen Häusern und schönen Aussichten, bevor wir uns bei einem richtig guten Italiener zum Dinner hinsetzten.

Das Ocean Star Drill Rig Museum am Pier 21.

Beim Bohrturm.

Lauschiges Café in Downtown Galveston.

Downtown Galveston.

Downtown Galveston.

Downtown Galvestone.

In der National Bank: die Ike 2008 Wassermarke auf Kopfhöhe von BT.

Bishop’s Palace, 1886 als Offiziersvilla erbaut, danach wurde es zum Bischofssitz.

Moody Mansion von 1895…

… mit der Überlebensplakette.

Der Plan von Tiki Island – Wasser überall.

Tiki Island mit imposanten Häusern und vielen Booten

Aussicht auf die Galveston Bay Bridge mit Pelikanen im Formationsflug.

Tag 26, Corpus Christi – Galveston

200 Meilen weiter sind wir der Texanischen Riviera entlang Richtung Osten gefahren. Alles flach, mit grossen und schönen Sumpfgebieten, dann wieder riesige Monokulturen mit Mais und vermutlich Baumwolle und vielen Brücken über die verschiedenen Bays. Auch die riesigen petrochemischen Anlagen fehlten nicht.

Zum Schluss dann auf der I-45 über den Intercoastal Waterway auf die vorgelagerte Insel Galveston. Zum Znacht noch Pho und Nudelgericht beim Vietnamesen, das war sehr gut und ein Spaziergang zum Pleasure Pier.

Wir bleiben 3 Nächte hier und erkunden etwas die Gegend.

Kurzer Halt im Goose Island State Park…

… mit interessanten Häusern und altem Baumbestand.

Stopp im Fischerhafen von Port Lavanca. In 4 Tagen sollen sie wieder raus, nachdem sie seit Februar hier im Hafen liegen.

Pleasure Pier von Galveston.

Typisch Ami, man kann nur rein, wenn man $36.00 zahlt für die Bahnen oder ein Pass nur zum schauen für $10.00 löst! Auch der NP-Pass wurde nicht akzeptiert.

Im Supermarkt gibt es sehr süssen Plastik.

Und im PetSmart haben es die Hunde etwas eng.

Tag 25, Corpus Christi, King Ranch

Die King Ranch, eine der grössten Ranchs der USA, liegt bei Kingsville, etwa 70 km südwestlich von CC. Sie wurde 1852 von Richard King gegründet und ist etwa 3500 km2 gross. Es werden Rinder und Pferde gezüchtet, Öl und Gas aus mehr als 2000 Quellen gefördert und Baumwolle und Getreide angebaut.

Die King Farm ist ein Imperium, auch mit Ablegern in Florida und Südafrika und anderen Teilen der Erde. Hauptsitz ist Houston TX.

Wir haben eine geführte Tour unternommen und dabei ein paar Tiere gesehen und einen Eindruck von der Landschaft bekommen sowie Einiges zur Geschichte und der Organisation der Ranch vernommen.

Danach ein kurzer Stopp in Kingsville (Trottoirs waren hochgeklappt, war allerdings auch Sonntag) und sind dann wieder zurück nach CC.

Das Vieh bewegt sich frei und grast die Gegend ab. Kälber werden nach einer gewissen Zeit von den Müttern getrennt und kommen in ein anderes Gehege.

Jeweils ein verantwortlicher Cowboy (mit etwas Hilfe) ist für die Pflege von etwa 2000 Tieren verantwortlich.

Und etwa 25’000 von diesen hat es hier. Man beachte das Brandzeichen der King Farm, das “running W”.

Landschaft mit überraschend vielem Oberflächenwasser und Brunnen. Wie lange das Wasser reicht, darüber wurde nicht gesprochen.

65% des Viehlandes sind Urbar gemachtes Grasland und 35% seien Büsche und Bäume, um genug Lebensraum für andere Tiere zu bieten und der Erosion durch Abfrass und Wind vorzubeugen.

Hirsche soll es auch einige haben und, wie man sieht, geben sie die Geweihe hier ab.

Sie sind noch zur Dekoration und Arterhaltung hier, ihr Fleisch sei etwa wie Truthahn und könne heute nicht mehr verkauft werden.

Noch ein Zvieri in Downtown Kingsville.

Und auch hier ist etwas Endzeitstimmung.

Tag 24, Corpus Christi, Padre Island National Seashore

Wir besuchten heute Padre Island, eine langgezogene Insel, die sich über mehr als 120 km von Nord nach Süd etwa 2 km vor der Küste von Texas hinzieht. Die Insel ist etwa 3 km breit und die südlichen 100 km sind Gebiet des National Seashores (unsere NP-Karte gilt auch hier). Es ist ein Vogelparadies mit hunderten von Arten, die sich übers Jahr hier tummeln. Die grossen Wasserschildkröten verbuddeln hier ihre Eier – als wir beim Ranger waren, kam über Funk gerade die Meldung: “turtle is digging not far from point 54”.

Es gibt ausserhalb des Nationalparks auch Strand für den “american way of life” wo man mit dem Auto den BBQ- und Fischplatz erreichen kann.

Es war sehr erholend in dieser Landschaft zu wandern und erfrischend die Amis am Strand zu beobachten.

Zurück nach Corpus Christi ging es über Port Aransas und dann mit der Fähre zurück aufs Festland.

Grasland dominiert das lnnere von Padre Island.

Die Küste zum Festland hin, die Wasserstrasse ist der “lntercoastal Waterway”.

Im Grasland.

Ausserhalb des Nationalparks geht es auch mit dem Truck an den Strand!

Hier kann man sie halbwegs brauchen.

Fischen ist angesagt. Ich habe keinen einzigen Fang gesehen und Ich habe doch mit einigen gesprochen.

Es ist klar, wo der Strand des Nationalparks beginnt.

Ölplattformen bei Port Aransas.

Und mit der Fähre zurück aufs Festland.

Tag 23, Austin – Corpus Christi

Nein, es ist keine berauschende Stadt, dieser Leib Christi (Fronleichnam), auch wenn der Name doch eher geheimnisvoll tönt. Riesige Highways, an die sich all die Geschäfte klammern wie Kletten und dazwischen eingezwängt in Baustellenabschrankungen die Holzhäuser für Einzelfamilien. Die Gegend an der Seafront mit der Marina und einsamen Hochhäusern ist okay, aber lieblos.

Wir sind in vier Stunden von Austin nach Corpus Christi gefahren, das im Süden am Golf von Mexico liegt, mit zwei Halten, einer in Nixon und einer in Beeville. Die beiden Orte sind an Trostlosigkeit kaum zu überbieten, schon wieder sehenswert, dieser Niedergang.

Je weiter südlich, desto mehr Ölfelder begegneten uns. Aber auch ein riesiger, noch im Bau befindlicher Windpark erregte Aufmerksamkeit.

Dann, vor und in Corpus Christi zwei gewaltige Raffinerien, jede etwa 5 km lang und 2 km breit.

Wir haben ein Hotel, etwa 15 km von Downtown mit einiger Infrastruktur in der Umgebung. Wir werden in den nächsten zwei Tagen die Naturreservate in der Umgebung besuchen.

Erster Stopp in Nixon.

Zweiter Stopp in Beeville.

Corpus Christi an der Seafront mit Marina.

Auch die Pelikane sind da!

Die Brücke über den inneren Hafen.

Die Blätter für die Windräder des neuen Windparks werden gelöscht.