Tag 22, Austin

Der zweite Tag ohne Auto in Austin. Heute war Highland Quartiertag angesagt. 15 Minuten von unserem Hotel ist eine “gute” Mall eingezeichnet und wir machten uns bereit für die mittlerweile 30 Grad draussen. Nach verschiedenen Baustellen, Neukalibrierung des Sextanten haben wir es doch feststellen müssen ” The mall n’existe pas!”

Noch durch einen gigantischen Alkladen mit Bier, Wein und Schnaps von allen Kontinenten, dann gings zurück ins Hotel.

Den Quartieransatz verfolgten wir auch bei der Beizenwahl. Was können wir sinnvoll zu Fuss erreichen? Mexikaner, Grieche, Japaner, Tex=Mex und Chinese standen zur wahl. Wir entschlossen uns für den Griechen und spazierten gemütlich durch die Einfamilienhausgebiete.

Dort angekommen entpuppte sich der Grieche als Take-Away; der Dining room sei noch nicht soweit, meinte er. Also bestellten wir Gyrosplatte mit Vorspeisen und assen es am Tisch vor dem Take=Away-Eingang = war ganz gut! (Bild oben).

Planen für morgen nach Corpus Christi mit einem ausgezeichneten Amber.

Spaziergang durch die Highlands.

Der Dining room beim Griechen, noch etwas Arbeit!

Gewaltige Agaven hier.

Tag 21, Austin

Wir sind heute mit dem Metrobus nach “South Congress” oder SoCo, wie sie es hier nennen, gefahren. Früher, als die I-35 noch nicht existierte, war das ein belebtes und beliebtes Viertel. Nach dem Bau und dem Wegfall des Verkehrs verkam das Viertel immer mehr: viel Prostitution und Kriminalität. Vor einigen Jahren haben sich dann alternative Leute das Quartier lansam erobert und nun hat es lauschige Bars, Läden und Foodtrucks.

Dann etwas Downtown und Besuch beim Japaner und einer neuen Bluesband. Bei Einsetzen der Dämmerung sind wir dann zur Brücke am Colorado spaziert, wo 1,5 Mio Fledermäuse wohnen und jeden Abend zur Jagt ausfliegen sollen. Hunderte, wenn nicht Tausende hatten sich auf der Brücke und am Ufer eingefunden. Wir warteten eine gute Stunde – nichts!

Das wars dann und wir suchten unsere Bushaltestelle für die Rückfahrt. Ich fragte mindestens 5 Leute und der Letzte wusste wo die Haltestelle ist – 500 m von dem auf der Karte eingezeichneten Platz am dunkeln Strassenrand. Wir sehen unseren Bus 7 kommen und ich winke mit meiner Handytaschenlampe, wie ich es von einem anderen Kunden gesehen habe. Der Fahrer meinte dann, am Strassenrand stehen oder gar sitzen würde reichen 😉

Der Bus, immer noch mit Reissleinen ausgestattet, einzig die Glocke ist jetzt elektronisch.

Austin Motel, hier beginnt das SoCo.

Am Food-Container.

Und andere Beizli.

Einer der Food Hangers.

Austin Feuerwehr, die Sirene an der vorderen Stossstange.

Etwas Wandmalerei

Echte Texasstiefel gibt es hier, made in Mexico!!

Das wunderbar grüne Hotel san Jose im SoCo.

Etwas einseitig.

Downtown beim Japaner.

Warten auf Batman.

Tag 20, San Antonio – Austin

Auf gut bis sehr gut gefüllter Interstate 35 sind wir heute etwa zwei Stunden meist durch eine Art amerikanischen Siedlungsbrei nordwärts nach Austin, der Millionenhauptstadt von Texas, am Colorado-River gelegen, gefahren.

Zuerst haben wir aber noch einen Stopp am Mission Trail in San Antonio eingelegt, um zumindest eine der Kirchen der spanischen Quistadores anzuschauen. Die Missionen waren das Mittel für Spanien, ihre Machtansprüche und den Glauben im Indianerland zu manifestieren. Die Blütezeit der Missionen lag in der zweiten Hälfte des 18. Jhts. Danach bekamen sie es mit den Apachen und Comanchen zu tun.

Dann noch ein Stopp in New Braunfels, einer ehemals deutschen Kolonie. Das Beste was wir fanden, war eine nette Ladenbesitzerin, die mir erklärte wo es noch etwas zu sehen geben könnte, ein Ami, der in einem “Hopp Schwyz” Tshirt rumlief und mir bestätigte, dass das, was im Reiseführer zu New Braunfels geschrieben werde, übertrieben sei, und zuletzt noch eine Coffee Bar mit sehr ansprechenden Produkten.

Unser Hotel in Austin liegt etwa 9 km von Downtown entfernt und es gibt, wer glaubts, eine Metrorail, die 500m von unserem Hotel hält und für $3.50 bis Downtown fährt. Einziger Negativpunkt: um 19.00 stellen sie den Betrieb ein – von Laserpointern gegen Zugführer habe ich allerdings nichts gehört ;=).

Wir haben Downtown etwas abgeklopft und es ist auffällig, wie viele Randständige sich hier aufhalten. Austin nennt sich die “Live Music City of the World”. Naja, wir haben eine korrekte Bluesband reinziehen können aber es hat (am Dienstag) auch viel Konserve in den Bars an der 6th Street.

Noch auf der Rooftop Bar, dann ging es mit Uber wieder zurück – funktionierte tadellos und es war eine sehr zügige und unterhaltsame Fahrt mit dem schwarzen pensionierten Fahrer!

Missionkirche am Camino Real.

Die Front der Missionskirche.

Die Coffee Bar in New Braunfels.

Austin, 6th Street.

Austin, am Colorado River.

Die Metrorail – unter der Woche ist um 19.00 Schluss!

Das hübsch gelegene State Capitol in Austin.

Guter Blues.

Tag 19, San Antonio

Bei angenehmen Temperaturen um 27 Grad besuchten wir heute nach einem Spaziergang durch Downtown den Market Square und die vornehmlich mexikanischen Lädeli mit all dem farbigen Zeugs.

Dann wieder zurück Richtung Hemisfair Park, einem kleineren, kreativ gestalteten Erholungspark mit allerlei Spielgeräten. Nach einer kurzen Pause ging es dann in das “Institute of Texas Cultures”, das von der University of Texas betreut wird. Es zeigt die kulturellen Einflüsse und Entwicklungen in Texas über die letzten Jahrtausende. Schwergewicht sind die Einwanderer aus vielen Europäischen Ländern, u.a. auch aus der Schweiz und dem Elsass, die sich u.a. in Castroville niederliessen.

Auch die Geschichte der Schwarzen in Texas ist dokumentiert und zeigt wie auf den texanischen Baumwollplantagen mit dem System des “Crop Sharings” die befreiten Sklaven als Arbeitskraft engagiert wurden und mit dem Besitzer den Profit teilten. Ab und zu sei den wenig gebildeten Schwarzen aber einfach erzählt worden, die Kosten seien hoch gewesen, damit sei kein Gewinn verfügbar und nichts auszuzahlen.

Dinner war beim “Iron Cactus” angesagt, ein Mexikaner am Riverwalk. Guacemole am Tisch zubereitet und dann Fajitas mit Chicken und Steak. Ausgezeichnet.

Hier ein paar Eindrücke vom Tag:

Wir würden das etwas freundlicher “Gassenküche” nennen.

Auf dem Markt.

An der Commerce Street.

Im Hemisfair Park.

Hemisfair Park, Blick in die Sonnenabdeckung der Rutschbahn.

Hemisfair Park.

Baumaterial für die Kids im Hemisfair Park.

Beim Tower of Americas.

Im Institute of Texas Cultures. Die Lone Star Flagge von Texas.

Convention Center mit Tower of Americas im Hintergrund.

Riverwalk beim Convention Center.

NIG. Nicht identifiziertes Getier.

Tag 18, San Antonio

Ein kurzer Spaziergang zum “The Alamo“, ein geschichtsträchtiger Ort für die Texaner. Hier haben sich etwa 200 Siedler 1836 gegen die Mexikanische Herrschaft gewehrt, die Mission überfallen, ausgebaut und der mexikanischen Armee mit 6000 Soldaten getrotzt, sind dann aber alle gefallen.

Dieses Märtyrium soll bei der Schlacht der Kolonisten beim San Jacinto River, drei Wochen nach Alamo, die notwendigen Reserven mobilisiert haben. “Remember the Alamo!” sei der Schlachtruf gewesen.

Die Kolonisten gewannen und das machte den Weg frei zur Republik Texas. Erst zehn Jahre Später wurde Texas zum Gliedstaat der USA; daher auch der Name “Lone Star State”, der darauf hinweist, dass Texas als einziger Staat eine unabhängige Republik war.

Dann gings weiter dem lauschigen Riverwalk entlang ins King William Historic District, wo die wohlhabenden Leute um die Jahrhundertwende ihre schönen Häuser bauten. Schön anzusehen, auch der bemerkenswerte Baumbestand.

Heute noch ein TexMex~Dinner mit Chicken, resp. Ente mit erstaunlich guter Sauce!

“The Alamo”, die Kirche am Eingang.

Wunderbare Bäume im Innern von “The Alamo”

Dem San Antonio River entlang zum King William Historic District, mit einigen Beispielen, siehe unten.

Tag 17, Del Rio – San Antonio

Drei Stunden Richtung Nordosten mit keinem Highlight, so zumindest war die Ansage.

Als Start ein Lowlight – des Morgenessen, kaltes Teewasser und mindestens 3 Tage altes Toastbrot, das sich unter der Trockenheit bog. Aber wir sind ja auch kein Freund von Food Waste.

Wir fuhren dann bei immer noch kühleren Temperaturen ostwärts und bald wurde die wüstenähnliche Landschaft durch grüne Weiden, grosse Ranches und zunehmend auch Wald abgelöst.

Erster unfreiwilliger Halt bei der Border Control. Zwei Officers mit offensichtlich mexikanischer Herkunft wollten die Papiere sehen. Kein Problem, und ich fragte sie dann nach ihrer “Erfolgsquote” und sie meinten, das seien schon 1000 Illegale, die sie pro Woche aufgreifen würden. Da meinte der eine Officer, ob ich gerne die Zellentrakte ansehen wolle, er könne meinen Pass auch als “zu prüfen” qualifizieren. Ich lehnte dankend ab und die beiden lachten. Weiter ging es.

Kurzer Stop in Uvalde, aber es ist eher ein Nest. Wir fuhren weiter, und irgendwie folgte ich dem Wegweiser “Historic District” in Castroville und wir parkten bei der evangelischen Kirche von 1863. Ein kurzer Spaziergang zur Coffee-Bar, einmal mehr mir exzellentem Cappuccino! Dann noch bei der Lederwerkstatt vorbei, die erst vor 10 Jahren in diesem Haus, nachdem es über 100 Jahre als Schmiede diente, eröffnet wurde.

Danach noch etwas Beinevertreten und wir landeten beim “Living History Museum” wo uns ein Mann mit den Worten “Guten Tag, wie geht es Ihnen?” begrüsste – und das war dann der Anfang von einer zwei Stunden dauernden Konversation und Führung, zusammen mit seiner äusserst sympathischen Frau (Siehe Bild oben).

Die beiden stammen ursprünglich von Urgrosseltern aus der Schweiz und dem Elsass ab.

in den 1850er Jahren war Castro vom Elsass nach Texas ausgewandert und nach kurzer Zeit unterstützten ihn die texanischen Behörden, mehr Siedler nach Texas zu bringen. Als Anreiz wurde recht grosszügig Land und ein einfaches Haus für jede Siedlerfamilie in Aussicht gestellt. Castro erhielt für jeden neuen Siedler zusätzlich 50 ha Land zugesprochen. Viele Auswanderer aus dem Elsass, Dem deutschen Rheinland und auch aus der Nordwestschweiz machten sich 1860 von Le Havre aus auf die Fahrt ins “gelobte Land”.

25 Schiffe mit 2000 Siedlern überquerten den Atlantik in etwa 120 Tagen (ich brauchte 25) und landeten in Galveston oder New Orleans. Von dort ging es dann zu Fuss oder mit Pferdekarren nordwärts in das Siedlungsgebiet.

Die Traditionen des Elsass haben im Städtchen bis heute Bestand, sie sprechen Deutsch oder Elsässisch, essen Flammenkuchen, Sauerkraut, Pasteten etc. Und haben ihre traditionellen Tanzfeste.

Auch mit dem (richtigen) Elsass in Frankreich wird die Beziehung gepflegt, unsere Guides gehen jedes Jahr zu kulturellen Veranstaltungen ins Sundgau und umgekehrt. Und, die Elsässer von Walbach haben den Castrovillern das Steinbachhaus, das 1618 im Elsass erbaut wurde, Anfang 2000 im Container zusammen mit den Spezialisten für den Aufbau, nach Castroville geschickt.

Es war eine wirklich interessante und herzliche Begegnung mit dem Ehepaar und, so zumindest sein Statement, wir seien die ersten Besucher aus der Schweiz ;-).

Danach ging es weiter nach San Antonio, am Schluss doch noch ein 12-spuriger Highway, dann noch eine Zusatzrunde und wir waren beim Hotel nahe an Downtown.

Abends war der Riverwalk angesagt. Unglaublich was sie hier geschaffen haben. Entlang des San Antonio Rivers sind die Uferwege und Beizen über lange Distanzen zu einem richtigen Fussgängerparadies entwickelt worden. Es scheint sehr erfolgreich und die Leute lieben es.

Nach einem Apero auf einer Terrasse am Riverwalk, haben wir uns für ein Dinner im “Little Rhein Steak House” entschieden. Ein wunderbarer Platz auf der Veranda, zarte Steaks und ein guter Cabernet aus Texas haben dann die Kreditkarte etwas erwärmt.

Also, doch einige Highlights heute!!

Die Evangelische Kirche in Castroville.

Haus in Castroville.

Produkte aus der Lederwerkstatt.

Das Living Museum in Castroville

Ein wirklich guter Cappuccino.

Das transferierte Steinbach-Haus aus Walbach.

San Antonio am Riverwalk.

Ready for Dinner.

Die Aussicht von der Veranda.

Riverwalk by night.

Tag 16, Terlingua Ranch – Del Rio

(Etwas mehr Text, dafür weniger Bilder heute 😉 Heute ging es bei kühlen 10 Grad und stellenweise Nebel 5 Stunden Richtung Osten. Längere Strecken sind mit unserem Nissan kein Problem: mit Cruising, Spur- und Abstandskontrolle sowie Lenkunterstützung fährt das Ding, zumindest auf geraden Strecken, tadellos alleine. Der Verbrauch ist mit 40 mpg oder 5,9 l/100 km auch im Rahmen.

Den ersten Halt bescherte uns die US Border Patrol bei einem Checkpoint, kurz vor Alpine. Officer Mona bat mich, etwas weiter vorne zu parken, damit er uns, resp. unsere Papiere in Ruhe prüfen könne. Er war hell begeistert wie ich den Wagen parkte, einer von 10 könne das, alle anderen seien vermutlich zu aufgeregt ;-).

Er durchblätterte unsere Pässe und war etwas erstaunt über die Anzahl Stempel in BT’s nächstens 10 Jahre altem Pass. Inzwischen plauderte seine Kollegin mit mir über den Big Bend N.P.

Alles paletti. Ich fragte dann Mona, wieviele Illegale sie denn hier pro Woche aufgreifen würden. Es sei kein Hotspot hier, meinte er, aber 50 können es schon sein. Das Schlimmste seien aber die schwangeren Frauen, die durch die Wüste kämen und versuchten ihr Kind in den USA zu gebären (sie erhalten dann US-Staatsbürgerschaft); für sie sei es richtig gefährlich da draussen.

Ich konnte nicht widerstehen und fügte an, ob er denn meine, dass Trumps Mauer ihm helfen werde. Sicher, sagte er, vielleicht nicht gerade hier, weil hier beim Rio Grande sowieso keine gebaut werden dürfe (Landschaftsschutz) aber bei den Hot Spots, wie El Paso denke er schon, dass die Überwachung effektiver werde und referenzierte auf den angeblichen Erfolg der israelischen Mauer gegen die Palästinenser bei Jerusalem. Das wars dann, Officer Mona bedankte sich (thank you for asking) und gab mir die Hand zum Abschied.

Noch ein Stop in Marathon in einer Kaffeebar, die wir zufällig entdeckten – schon langsam auf Entzug, tranken wir einen Cappuccino, der es wirklich in sich hatte, exzellent!

Dann ein Halt bei der Holzbaracke in Langtry, in der der Richter Roy Bean seine eher unkonventionellen Methoden der Rechtssprechung in den 1880er Jahren praktizierte.

Über den Pecos Canyon und noch über die Brücke des Amistad Stausees, errichtet zum Ausgleich der Wassermenge des Rio Grande (ein gemeinsames Projekt mit Mexico in den 1960er Jahren), dann erreichten wir Del Rio, eine nicht sehr aufregende Stadt. Unser Hotel ist wieder mal zwischen Tankstellen, Occasionshändler und Autozubehörläden eingegliedert, aber soweit okay,

Zum Dinner gings zum “Real Texas Bar-B-Q” bei Rudy’s. Die Einrichtung war wie in einem Festzelt, Holzbänke und Tische mit kariertem Plastik. Fleisch und Zutaten wurden am Schalter bestellt, das zubereitete Fleisch direkt geschnitten, gewogen und bezahlt. Es gibt nur Papierteller und Plastikbesteck und am Schluss wirft man auch die Glasflaschen und Aludosen in den Landfill-Abfall!! Die Ribs waren ausgezeichnet.

Begegnung der dritten Art vor Alpine.

Der Pecos Canyon.

Die Eisenbahnbrücke über den Amistad-Stausee.

Tag 15, Terlingua Ranch, Christmas Mountain

Ein autofreier Tag war heute angesagt! BT hat sich auf der Veranda und dem Pool eingerichtet und ich habe mich um das Permit für die Wanderung auf den Christmas Mountain, etwa 1800 m, gekümmert. Ich habe 5 (!!) Seiten mit Haftungsausschlüssen und Verhaltensregeln unterzeichnet und der nette Mann vom Office der Ranch hat mir die Karte kopiert und ist in seinen Socken noch vors Office gekommen und hat mir den Weg gezeigt – sehr zuvorkommend.

Es ging der Dirt road entlang, an dem Airstrip vorbei und dann stieg die AWD Strasse etwa 700m den Berg rauf. Unten war es um 10.00 bereits tüchtig warm, aber je weiter ich aufstieg, umso mehr erfrischenden Wind konnte ich geniessen.

Oben angekommen, bot sich mir eine wunderbare Rundsicht; auf der einen Seite die Chicosberge im Big Bend N.P. und auf der Anderen die Chihuahua-Wüste.

Nach gut vier Stunden war ich wieder zurück – ein Lone Star Beer, serviert im kalten Glas, war angesagt.

Am Abend war Karaoke im “Bad Rabbit” Restaurant auf der Ranch angesagt! Unglaublich, ein älterer Texaner, vermutlich 70 Jahre von der Sonne gegerbt, mit einer Statur wie Clint Ostholz, stellte den Opferstock und seinen etwa 5 Kilo schweren Laptop auf den Tisch bei der Bühne und begann die Session einzurichten.

Dann kam schon ein Teller mit Tacos und Salat für ihn und er begann selbst die erste Runde – aber die Stimme versagte. “It’s the dust”, meinte er, nahm noch einen Schluck Sprite und begann dann etwas besser mit dem ersten Song.

Danach, welche Überraschung, ergriffen drei weitere Personen die Gelegenheit und präsentierten ihre Songs recht gut, während der Master hinter seinem Laptop seine Tacos verdrückte. Eine gelöste Stimmung am A. Der Welt.

Am “Airport”. Hat etwas lange auf seinen Flug gewartet.

Das Permit hatte ich im Sack.

Aussicht auf die Trelingua Ranch mit dem Airstrip.

Sicht auf die Chicos Mountains im Big Bend N.P.

Blick in die Chihuahua-Wüste.

Imposanter Kaktus auf dem Gipfel.

Sicht zum Rio Grande, ganz hinten unterhalb des langen Felsbandes.

Tag 14, Big Bend National Park TX

Gestern, nach einem schönen Sonnenuntergang, beobachtet von unserer Wüstenveranda und einem abendlichen Besuch vom mexikanischen Wüstenwildschwein, das ordentlich gegrunzt hat, haben wir uns dann mit den hartnäckigen Flugameisen im Zimmer auseinandergesetzt.

Heute gings in den Big Bend N.P. Zum Santa Elena Canyon, den der Rio Grande 500m tief ausgeraspelt hat. Wir absolvierten den stündigen Trail bei höheren Temperaturen und besichtigen die engste Stelle des Canyons.

Danach gings mit verschieden Halten zurück. Die mittlerweile stillgelegte Samual Neils Ranch mitten in der Wüste war eindrücklich. Sam hatte Wasser gefunden und pflanzte u.a. Feigenbäume an und hatte etwas Vieh. Hat nicht ganz geklappt, die Familie und das Adobe-Haus sind weg – aber die Wasserpumpe läuft noch und die grüne Oase hält sich.

Blick über den National Park Richtung Rio Grande.

Blick in den Elena Canyon.

Auf dem Wanderweg nach innen.

Auch dabei.

Hier wirds eng.

Er muss aussteigen – der Rio Grande ist zu seicht!!

Überall anzutreffen und bis 15 cm lang.

Dann noch dieses Loooonghorn. Auch ohne Initiative.

Tag 13, Big Bend Nationalpark TX

Der erste Tag im Big Bend. Unsere Unterkunft ist ja “nahe” am Nationalpark aber wir fahren trotzdem 80 km bis zum Zentrum! Wir haben heute die Chisos Mountains als Wandergebiet auserkoren und bei sehr sommerlichen Temperaturen und mit 3 Liter Wasser den dreistündigen “Window Trail” absolviert.

Er führt auf etwa 1500 Meter durch das Chisos Basin und endet dann nach einem kurzen Canyondurchstieg beim “Window”, das einen schönen Blick in die Wüste bietet (siehe Bild oben).

Auf der Rückfahrt haben wir die Ghost Town von Terlingua besucht; bis in die 50er Jahre wohnten hier bis zu 2000 Leute, die meisten damals in der Quecksilbergewinnung engagiert. Heute sind es noch 7.

Morgen geht es zum Rio Grande und seinen Canyons.

In den Chisos Mountains

Die Wüste spriesst…

… und blüht…

… uns spriesst.

Durch den Canyon zum Fenster.

Ein Überbleibsel in der Ghost town.

Sonst eher öde …

… aber klare Messages.