Heute weiter Richtung südlichste Hauptstadt der Welt – Wellington.
Zuerst ein Halt in Waiouro, ein Kaff am A. Der Welt. Wir besuchten das einzige Kaffee, das sehr rustikal, mit Holzhockern und Tischen eingerichtet war, die auch die künftigen Erdbeben überstehen werden, so nassiv waren sie gebaut. Ein Mann sass an einem Tisch mit seiner Tochter, beide ins Smartphone vertieft, sie Birchermüesli, er Eier vor sich. Nebenan ein etwas korpulenter Mann mit seinem nicht minder korpulenten Sohn am massiven Tisch. Beide haben das Breaky Plus, also von Toast über Ei bis zu Pilzen, alles. Beide zelebrierten die Umschichtung und Arrangierung der Zutaten von einem Toast zum Anderen. Aber warum beschreibe ich das? Erstens war es still, während unseres Aufenthalts, KEIN Wort der Vier. Nicht einmal als Vater und Tochter das Lokal verliessen. Und zweitens, weil sich das Ganze im Rahmen von mehr 92’000 Kugelschreibern (ich habe die Bedienung gefragt), die überall in der Beiz montiert waren, abgespielt hat – es war eine eigenartige Atmosphäre.
Es ging weiter durch eine Landschaft, die zum Teil sehr trockenen Freibergen, dann wieder einem gestreckten gelbfarbigen Entlebuch, unterbrochen von ein paar Nordamerikanischen Steppenelementen mit Kleinststädten, erinnerte.
Wir erreichten Wellington (etwa 400’000 Einwohner inklusive Vororte) am frühen Nachmittag. Die Stadt, mit ihren mittelhohen Hochhäusern sieht aus, als hätte man Basel und Umgebung nach Läufelfingen verlegt und das Meer reichte etwa bis Buckten. Wenig Platz und sofort steile Hügel.
Wir schauten uns bei starkem Wind Waterfront, Innenstadt, das Nationalmuseum “Te Papa”, die Holzkirche und eines der grössten Holzgebäude der Welt an, das 1870 auf einer Stelle gebaut wurde, die 1850 noch 5m unter Wasser stand. Zwei Erbeben haben den Boden hier vehement angehoben und für etwas mehr Platz gesorgt.

