Regnerischer Reisetag heute. Zuerst mit dem “Limited Express” auf der einspurigen Strecke Richtung Nagoya. Kurz vor dem Umsteigeort hatten wir uns zusammen mit einem älteren australischen Paar, das nach Tokyo reiste, vor der Türe bereit gemacht, um schnell auf den Shinkansen, unserer nach Kyoto, umsteigen zu können. Fünf Minuten vor der geplanten Ankunft kam der Schaffner vorbei und stammelte etwas von “tennn mimutes delaayi”. Mischt, diesmal hatten wir unser eigenes Abteil reserviert und nun verpassen wir den Zug. Wir fragten den Schaffner, was wir denn mit den Reservationen nachen sollen und er zog eine Brieftasche heraus, klappte sie auf und eine Plastikzeigetasche öffnete sich, die sicher 15 japanische Sätze und deren englische Übersetzungen zeigte. Er zeigte auf den Satz, der uns mitteilte, dass wir das Ticket an einem entsprechenden Gate umtauschen sollten. Be prepared! In Nagoya war der Bahnhof ziemlich voll und wir beschlossen, direkt zum Gleis zu gehen und dort den nächsten Shinkansen nach Kyoto zu nehmen, was auch gut klappte und 45 Minuten später waren wir in der alten Kaiserstadt. Die Aussicht unterwegs war eher trist, das war auch schon von Tokyo bis Naguya so, praktisch alles mit unattraktiven Bauten zugepflastert. Das beste war, dass der Zug so schnell daran vorüber fuhr!
In Kyto war was los. Wir gingen zuerst zum Nishiki-Markt, der ist riesig und bietet fast alles, inklusive Marroni (270g für CHF 9.-). Dazwischen ein Tempelbesuch mit ritueller Waschung und Deponie von Wünschen.
Danach ein Abstecher ins alte Gion-Quartier, das mit alten Häusern und Tempeln aufwartete. Die Damen waren oft in ihren klassischen Kimonos anzutreffen und sie hatten Freude, wenn sie aufs Silizium gebannt wurden.
Ein erster Höhepunkt war sicher die 46m hohe, fünfstöckige Yasanaka-no-To Pagode.















