30.03.2017, Tag 78, Kyoto (Ausflug Nara und Inari)

Heute standen nochmals zwei Schwergewichte in der Umgebung von Kyoto auf dem Programm: In Nara der Todaiji Tempel mit der Buddhastatue im Nara Park und in Inari der Fushimi-Inari Shrine.
Wir fuhren zuerst mit dem gut gefüllten Express (die Jugend konsumiert Comics auf dem Smartphone!) der Naralinie in 45 Minuten nach Nara, das 74 Jahre lang der Kaisersitz war, bevor er 784 nach Kyoto verlegt wurde. Auch hier hat es eine Vielzahl von Tempeln und Schreinen die zu besuchen wären. Wir spazierten am Kofukuji Tempel mit der Pagode vorbei in den Nara-Park, in dem Hunderte von zahmen Hirschen frei leben. Futterportionen kann man für 150 Yen kaufen aber dann werden die Viecher gierig und mühsam, sie beissen in Jacken und Beine, bis sie den Stoff bekommen.
Dann ging es weiter zum buddhistischen Todaiji Tempel, der um 710 erbaut wurde. Mit seinen fast 50 m Höhe und einer Breite von 57 m ist er eines der grössten Holzbauten der Welt. Im Innern tront ein riesiger 15 Meter hoher Bonze-Buddha (und andere Figuren), eindrücklich. In einer Säule des Tempels hat es ein Loch und man sagt, wenn Kinder hier durchkriechen, würden sie unter besonderem Schutz des Buddha stehen.
Danach ging es zurück zum Bahnhof und wir fuhren mit dem Bummler Richtung Kyoto bis Inari, ein Vorort von Kyoto. Keine 200 m vom Bahnhof steht der 711 gegründete Fushimi-Inari Schrein, einer der bedeutendsten Shinto-Schreins in Japan. Einzigartig sind die total 4,5 Kilometer langen Alleen aus Torji (Torbögen), die von Gläubigen gestiftet wurden und bis auf den 233 Meter hohen Inarihügel führen. Dabei trifft man immer wieder Stationen mit kleinen und kleinsten Schrein.
Schöne Verbindung von Glauben und Wandern und, im Gegensatz zu unseren Kreuzwegen, gar nicht depressiv.