Tag 17, Danzig

Danzig ist eine sehr geschichtsträchtige Stadt. Erwa um 1000 wurde sie gegründet und war über die Zeit in vielfältigste Wirren involviert. Im Juli 1918 wurde sie ein unabhängiger Stadtstaat unter Aufsicht des Völkerbundes. 1933 erhält die NSDAP in Danzig die absolute Mehrheit! Am 1. September 1939 beginnt mit den Schüssen des Schlachtkreuzers „Schleswig-Holstein” auf die Danziger Westerplatte der Zweite Weltkrieg.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein in der neueren Geschichte war der Streik am 14. August 1980 in der Leninwerft in Danzig, wo unter der Leitung des Elektrikers Lech Walesa freie Gewerkschaften gefordert wurden. Es endete 1989 mit dem ersten frei gewählten Präsidenten von Polen, Lech Walesa.

Wir haben heute die Altstadt, die nach 1945 komplett neu aufgebaut wurde, angeschaut, die vielen Tore, das rechtstädtische Rathaus, sowie die schönen Strassen mit den tollen Fassaden und die „Hochwasser-Veranden” bestaunt. Wir besuchten die Polnische Post, die ebenfalls am 1. September 1939 durch die Wehrmacht überfallen wurde, aber die Pöstler wehrten sich über 14 Stunden erbittert gegen die Übermacht, wurden dann überrannt und umgebracht. Die Post wurde so ein Symbol für den polnischen Widerstand.

Am Nachmittag ging es dann zur ehemaligen Leninwerft mit dem neu erstellten Solidarnosch-Zentrum und dem 1980 errichteten Werftarbeiter-Denkmal, das den Opfern der Streiks von 1956, 1970 und 1976 gedenkt.

Irgendwie habe ich vergessen, das berühmte Tor zur Werft zu fotografieren, vielleicht hole ich es noch nach.