Heute war es doch etwas anstrengend. Zuerst kurvige Strasse bis zur Fähre nach Opua- Waitangi war das unmittelbare Ziel, das Rütli von Neuseeland, wo 50 Maori-Häuptlinge mit England 1840 die “Geburt” von Neuseeland mit diesem Vertrag besiegelt haben:

Wir haben das fast 6 stündige Führungsprogramm ausgelassen, haben aber (einmal mehr) die wundervolle Aussicht auf die Bay of Islands genossen:

Dann, etwas schlecht vorbereitete Navigation zu einem weiteren Kauri-Wald, die mit Abbruch geendet und der Fahrt nach Kawakawa geführt hat. Hier hat Friedrich Hundertwasser die letzen 14 Jahre seines Lebens (mit einem neuseeländischen Pass) verbracht und das erste Gebäude der südlichen Hemisphäre designed und gebaut – ein öffentliches WC. Sehenswert. Sonst hat er hier auch weitere Spuren hinterlassen und ist den Kiwis mit seinen grünen Gedanken recht auf den Geist gegangen.
Danach etwas Früchte einkaufen – hier die typische Auswahl in einem Supermarkt einer mittelkleinen Stadt:

Weiter nach Süden, bei Waiamio, haben wir die “Glow worm Cave” besucht.
Eindrücklich. Die Würmer (ca. 5 bis 30 mm) kleben für etwa 9 Monate an der Höhlendecke, lassen Fangarme runterbaumeln und produzieren ein Licht, um die Beute (Mücken, Fliegen, etc,) anzulocken, die dann in die Arme fliegt, dort kleben bleibt und dann vertilgt wird.
Als wir im Dunkeln in dieser Höhle standen, war es schon erstaunlich was da leuchtete! Wie die Michstrasse, über 15’000 Punkte, wie under Maori-Führer meinte.
Nach den 9 Monaten verpuppt sich der Wurm, eine 3 Tagesfliege entsteht, das Weibchen legt dann, nach dem Paarungsstress, etwa 30 Eier. Daraus schlüpfen wieder Würmer.
Passen die Fliegen nicht auf, bleiben sie in den Fangarmen ihrer “Noch-Wurm-Kolleginnen” hängen.
Die “Glühwürmer” sind nicht zu verwechseln mit unseren Glühwürmchen, das ist eine andere Geschichte, da wird das Leuchten eher für Partnersuche gebraucht.
Die “Glow Worms” kommen nur in Australien und Neuseeland vor und die in Neuseeland leuchten natürlich viel heller!
Danach ging es weiter südwärts durch Auckland (auch hier gibt es Stau) bis nach Thames, einem unscheinbaren Städtchen, das während dem Goldrush sicher fünf mal mehr Einwohner hatte als heute. Wir haben uns bei einsetzendem Regen an den Inder gehalten und gut gegessen.


Immr no besser wie d Uswahl in de Regal vom ASDA🙈
Da lob ich mir doch die Auswahl der Früchte von Migros und Coop in der Schweiz. Hab gar nicht gewusst, dass der Hundertwasser dort unten war aber es ist unverkennbar sein Stil.