Zuerst ein Brunch in unserem Stammlokal in St. Kilda. Monica, eine Südamerikaneri, betreibt hier mit Mann (und Kindern) ein kleines Kaffee und ein Kleidergeschäft, das mit der Beiz verbunden ist. Die Zmorge sind kreativ mit südamerikanischem Flair und Salsa gemacht, einfach gut (und günstig)!
Danach in die City in die Arkaden, die Strassenkünstlergassen, zum Federation Square, Victoria Market (er ist wirklich gross) und dann über die Docklands und die South Yarra Wharf, die in den 80er Jahren die Umgebung des Flusses aufzuwerten begann und zurück zum Hauptbahnhof Flinders Street.
Melbourne gefällt, es hat tolle Restaurants und Kneipen und auch noch einige bemerkswerte alte Bauten. Man hat Platz und das Tram, das in der City gratis ist, funktioniert gut.
Im Vergleich zu Sydney fehlt halt der direkte Bezug zum Wasser. Melbourne vermittelt (uns) den Eindruck, als wolle man von Bay und Fluss “nichts wissen”. Es war aber sicher einen Besuch wert!
26.01.2017, Tag 15, Melbourne, AO
Heute war Australien Day und wir hatten unseren Sporttag am Australian Open (AO) in der RodLaver Arena.
3 Matches wurden uns am Nachmittag geboten, ein Halbfinal im Doppel der Männer und die beiden Halbfinals der Frauen. Der Doppelmatch machte mir eher den Eindruck von Badminton gemischt mit Hornussen, aber okay.
Bei den Damen haben die beiden Dinosaurier Venus und Serena jeweils dominiert, wobei das Spiel mit Venus gegen CoCo echt spannend war und über 3 Sätze ging. Unglaublich der Power und die Präzision dieser Spielerinnen!
Den anderen Match, hätten wir wegen Pinkel- und Trinkpause beihnahe verpasst, Serena hat in 50 Minten alles klar gemacht. Also ein Williams interner Final, wie hier schon im 2003.
Schade, dass ich keine Night Session Tickets gekauft hatte, so verpassten wir den Halbfinal Stan gegen Roger, der hier ja ein unglaubliches Renommé hat. Allerdings wäre das Ticket mehr als doppelt so teuer gewesen und zur Buchungszeit konnte man nicht mit einem solchen Halbfinal rechnen ……
25.01.2017, Tag 14, Foster – Melbourne
Nach einem Breaky Wrap ging es los der Küste entlang Richtung Melbourne.
Auf den australischen Strassen werden alle 4 Elemente (Erde, Luft, Wasser und Feuer) mit Strassenzeichen abgedeckt: die bekannten “Rough Surface” und “Heavy Crosswinds” aber auch “Fire Danger” und mit der Messlatte sieht man bei Flooding, wie tief das Wasser ist!
Nach schönen Küstenabschnitten sind wir in St. Kilda, einem lebhaften Vorort, östlich von Melbourne, angekommen. Dreitageskarten für Zug und Tram (zum Tramnetz hier mehr) gekauft und ab ins Zentrum.
Nach dem Stadtbummel fuhren wir zurück zum St. Kilda Pier, um die Zwergpinguinparade zu beobachten – wir haben viele Kite Surfer beobachten können, aber nur einen Pinguin; es war einfach zu kalt mit T-Shirt und dem starken Wind, wir mussten vorzeitig umkehren.
24.01.2017, Tag 13. Foster und Prom
Foster, schon eher am Enddarm von Victoria, hat eine beachtliche Infrastruktur aufzuweisen: U.a. Motels, 3 Supermärkte, 3 Likörshops, 2 Beizen, 2 Bakeries und 3 Kaffees, wovon mindestens eines hervorragenden Cappuccino serviert. 60 km von Foster entfernt befindet sich das Visitor Center des Wilson Promotontory NPs und damit ist Foster die letzte Gelegenheit sich zu vernünftigen Preisen zu versorgen.
Also los in den Prom (so nennen ihn die Aussies). Aber wir sind etwas enttäuscht, dass man den schönen Süden des Parks eigentlich nur mit 2-Tages-Wanderungen erkunden kann.
Dann halt ab in den Norden zum Lilly Pilly Gully Trailhead. Wir schreiten durch den Regenwald und beobachten einen Gelbohr-Rabenkakadu, die grösste Kakaduart, die nur in Südost-Australien vorkommt. Dann erklimme ich noch im Geist der “Zischtigswanderig” den Mt. Bishop, 375m.
Mittagessen mit Picnic ist angesagt. Wir konnten wählen zwischen schönem Strand mit starkem Wind, der die Chicken breast Scheiben, auch wenn sie mit Tomaten beschwert waren, vom Brot windeten oder einem angenehmen Tisch im Windschatten, wo mindestens 200 Fliegen auf uns warteten und Speisen und Gesicht in Beschlag nahmen. Wir entschieden uns für die Fliegen, es wurde aber ein kurzes Mittagessen.
Zum Schluss noch zum Prom Wildlife Walk. Und hier konnten wir eine ganze Herde Känguruhs beobachten, auch Junge im Beutel 😉
Morgen auf nach Melbourne.
23.01.2017, Tag 12, Bairnsdale – Foster
Von Bairnsdale sind wir heute Richtung Westen in die Voralpen gefahren. Nach etwa 130km, davon 40km Gravelroad, sind wir in Walhalla, einem ehemaligen Goldgräberdorf, angekommen. Hier beginnt auch der Australien Alpine Hike, der über 480 km bis nach Canberra führt. Den spare ich mir noch für nächstes Jahr auf 😉
Danach führten uns zahllose Nebenstrassen, dem Navi sei dank, an Stauseen zur Trinkwasserversorgung des etwa 120km entfernten Melbourne, an Kohlekraftwerken, die neben die Tagabbaugebiete gestellt wurden, vorbei und über unzählige Hügel mit teils schönem Rundblick. Australien ist übrigens gerade hinter den USA mit 15 t CO2 pro Kopf rangiert (2010).
Foster, heute mit guten 37 Grad, ist unser Ausgangspunkt für den Wilson Promontory NP, den wir morgen besuchen.
22.01.2017, Tag 11, Bairnsdale und Umgebung
Heute sind wir es gemütlich angegangen. Nach einem Chat mit unserer Lady vom Motel, sie ist Neuseeländerin, über einen Ausflug in die Australian Alps, meinte sie: “You know the Swiss Alps, I know the Mountains in New Zealand, I tell you, here, these are just hillls!”
Zerst besuchten wir also den Monatsmarkt in Bairnsdale, wo wir die Schraubenbratkartoffeln entdeckten – nicht billig, aber originell.
Danach haben wir das Mündungsdelta des Mitchell Rivers im Lake King erkundet, es soll, nach dem Mississippi, das Grösste der Welt sein.
Nach einem Picknick an einer stillen Bucht am Lake Victoria (auch der Trauerschwan war da) machten wir uns auf nach Paynsville, wo wir mit der Gratisfähre in 3 Minuten auf Raymond Island übersetzten. Hier soll man Koalas in den Eukalyptusbäumen beobachten können. Wir waren skeptisch, aber nach 5 Minuten auf dem Trail entdeckten wir schon den ersten putzigen Kerl auf einem Baum. Und so ging es weiter, sicher 20 Beuteltiere haben wir auf den Bäumen gesehen, dazu noch junge Eulenschwalme, wie uns ein kundiger Einheimischer erklärte!
21.01.2017, Tag 10, Narooma – Bairnsdale
Heute war Kilometerfressen angesagt, zuerst Süd, dann West; 400 insgesamt, ohne Abstecher.
Praktisch die ganze Strecke verlief im Eukalyptus- oder Regenwald! Mal ein Stopp in Cann River, kurz nach der Grenze nach Victoria, dann eine Pause auf einem Regenwaldtrail, wo der Touri nett auf Asphalt durch die Natur spediert wird (war trotzdem interessant und macht sicher weniger kaputt, als wenn es jeder Zweite auf eigene Faust versuchen würde).
Erstes Ziel war dann Lakes Entrace, wo die grössten Binnenseen Australiens (Lake King ist ca. 40 km lang), einzig durch Dünen von Meer abgetrennt, einen schmalen Kanal ins Meer haben.
Bairnsdale, ca. 30 km von Lakes Entrance entfernt, haben wir uns für die Erkundung der australischen Alpen ausgesucht.
20.01.2017, Tag 9, Nowra – Narooma
Heute ging es weiter südwärts. Aber zuerst tanken. Ich stehe vor einem Kasten mit 6 Displays, einem Touchscreen und Instruktionen. Aber weder Geldschlitz noch KK-Leser. Also zuerst ins Office. Dort füllt ein Tamile die Gestelle auf und auf meine Frage, wie das funktioniert, sagt er “nozzle out, fill up and come here with card”. So einfach.
Weiter zur Jervis Bay, eine hübsche Gegend und weite Bucht. Hier hat der australische Flugzeugträger HMS Melbourne am 24.02.1964 einen Zerstörer, auch australische Marine, bei einem Manöver aus Versehen in der Mitte zerteilt. Der Bugteil war innert 10 Minuten auf 1100m abgesoffen, der Rest folgte 10 Std später. Resultat: 84 Tote und ein paar peinliche Fragen.
Und da waren noch die Flüchtlingsinseln – sie haben sich als Fussgängerinseln geoutet!
Noch eine Crèmeschnitte in der Heritage Bakery von Milton, dann nächste Station der Murramarang NP, Pebbly Beach. Traumhafte Küste. Wir haben eine Wanderung unternommen und tatsächlich Wallabies im Wald gesehen. Dann noch den etwa 1,5m Varan bestaunt, der gemütlich über den Weg lief, bevor wir ein erfrischendes Bad im Pazifik nahmen.
In Narooma im Golfclub zum Dinner und dann zum Abschluss noch Papageien, Kakadus und Seelöwen.
19.01.2017, Tag 8, Umgebung von Nowra
Heute etwas Natur. Das erste Wallaby (kleines Känguruh) haben wir schon morgens um 9 angetroffen. Leider war es etwas flach und blutig und lag auf der Strasse nach Kangaroo Valley, einem gemütlichen Nest im Hinterland.
Nach Cappucino (diese Versorgung funktioniert hier ausgezeichnet) fuhren wir hoch zum Morton NP zu den Fitzroy Fällen. Bei kühlen 18 Grad und etwas Nebel haben wir die Umgebung etwas abgeklopft aber ausser dem lauen Wässerchen, das 60 m runtertropfte und einigen angekohlten grossen Bäumen hat sich das Wildleben zurückgezogen. Dafür wurden die Aussichten immer besser.
Danach über die älteste Holzspannbrücke von Australien weiter zum Greenwell Point, einer Halbinsel etwas geschützt durch vorgelagerte Inseln. Hier überraschen uns die Pelikane von stattlicher Grösse.
Wir erkunden etwas das Ufer und bei der Rückkehr zur Anlegestelle werden die Fischer etwas nervös – 2 mindestens 1,5m breite Stingrays schweben unter dem Steg durch, höchstens 5 m vom Ufer entfernt.
18.01.2017, Tag 7, Sydney – Nowra
Heute haben wir unseren Mietwagen übernommen, die erste Prüfung war das enge Parkhaus im rechtsgesteuerten Nissan mit Automatikgetriebe.
Dann durch Sydney Richtung Süden und bei jedem zweiten Abbiegen hat mich der Scheibenwischer darauf hingewiesen, dass der Blinker auf der anderen Seite ist. ..
Nach Wollongong, unserem ersten Halt, hat es zum Teil 4 spurige Motorways mit max speed 110 km/h, was ja nichts Besonderes ist, aber es hat auch einen VELOWEG, mit einer Sicherheitslinie abgetrennt!
Wollongong ist eine übersichtliche, nette Kopie einer amerikanischen Kleinstadt, nur fährt man hier links und es hat mehr Bioläden.
Dann Kiama, es hat noch etwas Flair der alten Heimat der Minenarbeiter, die hier gewohnt haben. Grosse Attraktion ist das Kiama Blowhole; hier soll das Wasser bis 60 m hoch aus dem Felsen schiessen, wenn die Brandung stimmt – sie stimmte nicht, es spritzte vielleicht 10m hoch.
Dann weiter zum 7 Mile Beach. Fantastische Sicht auf den weiten gebogenen Strand. Dem sind wir gefolgt und dann in Nowra untergekommen, welches wir morgen als Ausgangspunkt nutzen.
Noch ein kurzer Besuch im Coles Supermarket – was machen sie anders hier als bei uns? Hier packt man den Einkaufskorb nicht mühsam auf das Förderband, sondern stellt ihn voll aufs Band und die Kassiererin entnimmt entspannt einen Artikel nach dem andern aus dem Korb! Funktioniert und es braucht erst noch keine Kundenbereichsabtrennmarkierungsbalken.
Im Motel natürlich der obligate Aufschrei mit den Lavabo Armaturen 😉 wir wissen es ja, aber das Design, resp. Der Use case ist einfach gewöhnungsbedürftig.


















