17.01.2017, Tag 6, Sydney

Unser letzter Tag in Sydney bei gut 35 Grad.
Nach dem Breakfast Burger ging es mit der Fähre zur Watson Bay, ein noch verschlafenes, ehemaliges Fischerdörfchen. Von dort ein Spaziergang zum Leuchtturm mit dem Ausblick auf die Tasmanische See. Dann zurück zur lauschigen Bar und einem VB (Victoria Bitter).

16.01.2017, Tag 5, Sydney

Heute war es ein gemütlicher Tag bei angenehmen Temperaturen. Etwas schoppen, durch die Pärke schlendern und im Art Museum of NSW ein paar Helgeli reinziehen.
Nach den Znacht, das wir mal probeweise im Hotelzimmer gekocht haben (Spaghetti waren ganz ordentlich) haben wir uns dann noch bis zur Mitte der Harbour Bridge bewegt.

15.01.2017, Tag 4, Sydney

Heute Sonntag haben wir mit Tausenden die Fähre nach Manly bestiegen (stimmt nicht ganz, max 950 Personen werden pro Fähre eingelassen). Schöne Aussichten unterwegs und dann in Manly durch die Fussgängerzone zum legendären Strand. Leichter Regen hat eingesetzt und man sieht nur sie Wellenreiter im Wasser auf die nächste Welle warten, sonst ist nicht viel los. Ausser vielleicht die Surferschule, die in gelben Leibchen rumsteht – aber dennoch diszipliniert an ihren Fähigkeiten schleift, oder besser, geschliffen wird. 
Abends besuchen wir das Konzert “Stairway to Heaven 2017” im Opera House, ein Arrangment von Led Zepplin Songs mit klassischer Unterstützung. Eine Vielzahl (noch) älterer Herren ist erschienen, die den Sound sicher noch aus der Jugendzeit gekannt hat.

14.01.2015, Tag 3, Sydney

Heute bei guten 30 Grad Besichtigung der Stadt. Barangaloo, Darling, Queen Victoria Building, Hyde Park, St. Mary’s, Botanic Garden, Opera, u.a.

Zum Abschluss noch ein Dinner im “self bbq pub”.

13.01.2017, Tag 2, Hongkong – Sydney

Hongkong, ein Flughafen wie jeder andere, vielleicht etwas sehr grösser als andere.
Beim Einsteigen nach Sydney gibt es etwas Verzögerung, die Australier schauen schon hier in jedes Handgepäck ob wir sicher weder Früchte, Pflanzen oder Tiere dabei haben. Auch alle Wasser bleiben hier.

Erster Check der Infrastruktur im Flugzeug: Entertainmentsystem scheint zu funktionieren 😉

Um 21.50 mit fast 2h Verspätung in Sydney gelandet, wie es halt so geht.

Immigration war sehr effizienz, voll digital mit Gesichtserkennung etc. – Digitalisierung live. Was machen die überflüssigen Grenzbeamten? Sie leben vom Grundeinkommen und betreuen noch Asylanten im Nebenamt oder werden IT-Supporter.

Hotel okay, inmitten der Rock – Partymeile. Pub noch getestet bevor wir uns niederlegen. Aber vorher doch noch schnell zum Wasser.

Guetnacht.

12.01.2017, Tag 1, Allschwil – Hongkong

Flug mit Cathay Pacific CX382 von Zürich nach Hongkong. Pünktlicher Push back um 11.50 in Zürich und dann mit mässig Wolken gen Osten. Gemäss neuestem Report ist CX die sicherste Airline des Planeten! Ich weiss nun auch wie die das machen. Sie benützen die Computer power des Unterhaltungssystems, um zusätzliche Risikobeurteilungen durchzurechnen und damit eine optimale sichere Route zu fliegen. Ergebnis ist, dass die Filme nicht laufen oder der Ton fehlt, die Leselampen entweder immer an oder ab sind und die fliegenden Servierdüsen hin- und her springen, um sich um die reklamierenden Fluggäste zu kümmern. Da muss ich doch mal die Kundenzufriedenheit dieser Airline ansehen.

Inzwischen haben wir einen Weg für das Licht gefunden: wir sagen dem Steward, wenn wir Licht brauchen, er steigt dann runter zur Konsole und schaltet das Licht ein. Machmal verkommt er um einen Sitz oder eine Reihe, aber er bekommt es hin. 

Das Personal ist äusserst freundlich, das macht es umso schwieriger, das Beschwerdeformular zu verlangen, aber es muss sein!

Wir haben gerade eine weitere potentielle Segeldestination überflogen: das schwarze Meer bei Constanta / Mangalia, Bulgarien (siehe Bilder). Muss ich mir bei Rückkehr mal anschauen, ob es da Vercharterer gibt. 

So, ich bestelle mir jetzt noch einen Roten und schaue, dass ich noch ein-zwei Stunden bis Hongkong im Dämmerzustand abhaken kann. Zum Glück kann ich das direkt analog bestellen!

T-7: Wir sind bereit

Die Vorbereitungen sind beinahe abgeschlossen. Vor den zu erwartenden sommerlichen Temperaturen, werden wir die Minusgrade der nächsten Tage mit Raclette und Fondue noch geniessen.

18.11.2016 Überfahrt und Bootabgabe in San Antoni

So, heute haben wir das Schiff wieder übergeben und haben noch eine Nacht und fliegen dann morgen via Madrid zurück nach Zürich (das hat man dann halt, wenn man in der Nebenstsaison reist!).

Am Mittwoch sind wir morgens um 01.50 von Sa Rapita in Mallorca nach Ibiza nach intensivster Wetteranalyse gestartet. Alles ging gut, achterlichter Wind, beinahe Supervollmond, nur Genua gesetzt und etwas Motorunterstützung. Dann nach ca 3 Stunden frischte der Wind auf 25 kn auf, die Wellen wurden etwas höher und das Schiff schneller. Eine Fähre kreuzte uns, soweit gut, Genua etwas gerefft. Um 06.30 Beruhigung, Wind und Wellen etwas zurück, wie die Prognose erwarten liess.
Um 08.30, der Tag ist mit wunderbarem Sonnenaufgang gestartet, wurde der Schalter umgelegt. Innerhalb von 10 Minuten wurden die Böen heftiger und die Wellen zu ziemlichen Monstern und die Gischt fliegt bei den Böen waagrecht übers Boot (Wellenhöhen sind immer etwas schwierig zu bestimmen, ich würde sagen es waren mindestens 5 bis 6 Meter).
Genua reffen, reffen, die Böen kommen mit bis zu (abgelesenen) 38 Knoten, Der Mast mit den Stagen vibriert, es pfeift jedesmal, wenn wir über die Wellen surfen und dabei etwas anluven.
Die nächste Welle kommt von hinten rechts, der Autopilot versucht den Kurs zu halten, schafft es nicht, wir surfen die Welle hinunter, das Schiff dreht nach Backbord, machen eine Halse, die Genua steht back und wir fahren den nächsten Brecher mit gefühlten 80 Grad Krängung hinauf. Die Crew äusserst diszipliniert, vielleicht ein-zwei Schreie, aber sonst gut gesichert und im Ölzeug die Salzwasserduschen ertragend.
Autopilot sofort aus und Steuer von Hand übernehmen, es geht wesentlicher besser, keine Halsen mehr. Ein Cargoschiff überholt uns und wir fühlen die Fernglasblicke auf uns Geduschten fixiert.
Eines war immer klar, bei diesen Verhältnissen müssen wir gar nicht an umkehren denken, keine Chance (Unser Topspeed war 14 Knoten über Grund).
Nach Plan wären es nun noch mehr als 6 Stunden bis zum Ziel und keine Besserung der Situation in Aussicht. Gut vorbereitet wie wir waren, haben wir Fluchthafen und Fluchtbucht auf Ibiza vorbereitet. Also kurze Diskussion und Entscheid, dass wir die Bucht von San Vicente, die gegen den NE-Wind gut geschützt ist, anlaufen werden. Noch gut 2 Stunden Wellenritt, dann an der Halbinsel backbord vorbei, die Wellen bauen sich wegen der abnehmenden Tiefe noch höher auf, am Steilufer sehen wir die Gischt 10m hoch aufspritzen. Kurze Analyse, geht das gut? Und dann kommt der Eingang in die Bucht, hart steuerbord und die Wellen sind weg!
Jetzt noch ein sauberes Ankermanöver, wir kennen ja die Bucht von früher. Alles geht gut, Anker gesetzt, Kette raus, ich gehe nach vorne, um die Kettenlänge zu überprüfen, da sehe ich einen Rettungsring mit Leine auf uns zu treiben. Ich eile nach hinten ins Cockpit, um den Motor abzustellen – zu spät – hat schon abgestellt, aber weil die Leine schon in der Schraube war!
Da kommt (Endzeit-) Stimmung auf. Hängen am Haken, ablandiger Wind mit 25 kn und keinen Motor, den wir einsetzen könnten, wenn der Anker nicht hält.
Kurze Analyse: 1) Es ist UNSER Rettungsring, dessen Leine wir aufgewickelt haben, er muss sich bei dem Wellengang und Wind gelöst haben 2) mit dem Messer tauchen gehen, ist bei den Wellen und der Stimmung an Bord die letzte Option 3) Also Vercharterer anrufen und schauen was er machen kann.
Nach ein paar Calls habe ich Arthuro am Draht, er ist fix, versteht die Situation und organisiert innerhalb von 15 Minuten einen Taucher, der uns unterstützen kann. Der Taucher taucht eine gute Stunde später neben unserem Schiff auf, das mittlerweile im einlaufenden Schwell alle Bewegungen macht. Ich spreche kurz mit dem Taucher (ohne Flasche, nur Neopren, Flossen und Maske) und er löst das Problem, resp. Leine innerhalb von 10 Minuten. Letzter Test mit Motorstart – alles okay.
Wir sind etwas erschöpft, essen Thonsalat und legen uns dann, nach Aktivierung des Anchor Watchs, zur “Ruhe” aber der Schwell ist beachtlich.
Schlecht geschlafen haben wir auch realisiert, dass jetzt die Böen und die Wellen draussen auch abgenommen haben. Also wollen wir es versuchen Ibiza nordwärts zu umfahren und zu unserer Destination San Antoni im Westen zu gelangen.
Abfahrt, Anker lichten, was höre ich von vorne: “wir hängen in einer Boje!” Nein, da ist irgendwie der Wurm drin, denke ich. “Schneide sie ab!”, rufe ich. Doch Brigitte kann die Boje mit Einsatz abstreifen.
Mit etwas mulmigem Gefühl fahren wir aus der Bucht, die Wellen kommen direkt auf uns zu, der Wind frischt wieder auf über 25 Knoten auf, doch es geht mit ein paar Hüpfern relativ gut hinaus, guter Abstand zur Nordküste, schliesslich haben wir Legerwall-Situation.
Und dann wird es ein angenehmer Schlag mit räumlichem Wind und abnehmenden Schwell entlang der schroffen Ibiza-Westküste.
Nach gut 4 Stunden erreichen wir unseren Heimathafen San Antoni.
So das wars.
Vier schöne, recht warme Wochen in einem sehr attraktiven Revier und auf einem Schiff, das uns nicht im Stich gelassen hat.
Gruss, Rolf

12.11.2026 Cala d’Or nach La Rapita

Gemütliches Zmorge und Schiff klar zum Auslaufen, vorher noch schnell tanken. Einmal mehr “schnell” geht nicht! Ein Motorbötler vor mir, versucht die Spritpistole mit Kreditkarte und Flüchen zum tropfen zu bewegen. Geht nicht. Ich rufe ihm zu, er soll den Marinero anrufen und sein Boot verholen, dass ich auch anlegen kann. Marinero trifft ein, sehr hilfreich aber es hilft nicht. Meine Kreditkarte und dann auch die EC Karte, alles klar, aber zum Schluss “card refused”. Und da kommt die Hilfe – eine Angrstellte der Tankstelle trifft ein – und ist nach einigen Diskussionen bereit, Diesel gegen Bares auszuschenken. Wir tanken nach ca. 100 sm Motorfahrt (zum Teil mit Genuaunterstützung) und füllen 36 Liter ein. Das ist nicht schlecht, sind das doch unter 2l pro Stunde!! Das schnell Tanken hat genau eine Stunde gedauert;-) Dann schöne Motorfahrt gegen schwachen Wind der Küste entlang, ums Cap und in den Hafen von La Rapita. Unterdessen hatte der Wind aufgefrischt und mit Genua kamen wir hart am Wind gut vorwärts. Dann in den Hafen und wieder mal windige Verhältnisse, wo es bei ein-zwei Schritten der Crew schnell gehen sollte. Alles geklappt, Tränen getrocknet, ab in das recht lebhafte Städtchen mit schöner Aussicht auf Cabrera. Heute müssen wir noch das Wetter für die 60 sm Überfahrt nach Ibiza studieren, am Montag / Dienstag macht sich wieder mal tüchtiger NW-Wind bereit. Gruss, Rolf

10.11.2016 Ciutadella nach Cala d’Or

Heute sind wir schweren Herzens von Menorca Richtung Mallorca losgefahren. Es hat uns sehr gut gefallen auf der doch eher vom Tourismus verschonteren Insel mit den 2 heimeligen Städtchen Ciutadella und Maò. Leinen los um 07.10 und kaum aus der Hafenausfahrt bekommen wir den Schwell des vortägigen Sturms zu Spüren. Das dauerte etwa 4 Stunden bis wir die Abdeckung der Mallorca Nordost-Spitze erreicht hatten. Brigitte ist äusserst seefest und hat die Mahlzeiten perfekt organisiert, das hat geholfen. Ursprüngliches Ziel war zurücknach Monte Cristo, der Wind war aber relativ günstig und wir entschieden uns bis Cala d’Or weiter zu fahren. Total etwa 50sm. Ankunft in Cala d’Or. Alles klar, Mooring an Quai L. Kurz ausholen, rückwärts eindrehen-aber dann kam die 15kn Böe und der Skipper hing mit seinem Boot in den Mooringleinen der gegenüberliegenden Boote. Keep cool, abwehren und drücken wo es geht, das hat Brigitte hervorragend gemacht, dann kam unser Mariniero und hat das Boot so weggedrückt, dass ich elegant in die Parklücke manöverieren konnte. Gefühlte 120 Personen haben das Hafenkino genossen 😉 Nun bleiben wir mal 2 Nächte hier.

Rolf Tschaeppeler