7.11.2016 Ciutadella, Menorca

Nach einer etwas ruppigen Überfahrt von Portocristo nach Ciutadella, haben wir heute das hübsche Städtchen erkundet. Er ist gut erhalten, hat viele schöne Läden und heimelige Bars und Cafes. Es ist ein Städtchen, wo die Leute auch wohnen und ist damit nicht den Touris ausgeliefert. Morgen ist Sturm angesagt, dann nehman wir den Bus nach Mao ans andere Ende der Insel und schauen uns dieses Städtchen noch an.

Rolf

28.10.16 Cala Vicente, Ibiza

Wir verbringen nach der Überfahrt von Ibiza Stadt nach Vicente einen Ruhetag mit etwas Wandern hier. Ruhig, end of Season.
Heute nacht geht es ab nach Mallorca. So wie es aussieht geht es dann 12h mit Motor.

Fabian reist heute nach letzter tecnischer Kontrolle des Schiffs, wieder Zurück in die Schweiz.

Erster Tag in den Balearen

Ein ereignisreicher Tag heute. Nachdem wir gestern unsere Sachen und Lebensmittel im Schiff verstaut hatten, alle Checklisten abgehakt, alle Deposits geregelt und das Morgenessen genossen hatten, kam aus, dass unser Schiff nicht für die Paasage nach Mallorca zugelassen ist!
Nach einigen Diskussionen war dann die Lösung klar: Upgrade von 38 auf 44 Fuss und alles Inventar aufs neue Boot zügeln.
Zum Glück war das neue Boot noch nicht bereit und wir konnten um 13.15 zu einem 3 Stündigen Ausflug in die Bucht von San Antoni aufbrechen und den Superwind von 15 bis 20 Knoten geniessen.
Dann bei gut Wind rückwärts einparken und die Zügelei ging los und nochmals Checkliste.
Sommerwetter hier bei gut 25 Grad, wunderbar. Morgen geht es nach Cala Verdella, eine Bucht südwestlich von hier.

PS: Der Charterer hat uns einen 2 Kilo Fisch zur Verarbeitung überlassen, mal schauen.

Ankunft in Martinique, Le Marin

Wir sind heute um 13.00 local time vom Seerettungsdienst von Le Marin bei der Boje MAR1 in Empfang genommen und in den Hafen geschleppt worden. Um 13.45 haben wir festgemacht und damit unsere Reise beendet! Das Schleppen hat 400€ gekostet.

Morgen noch Schiff reinigen und am 10.12. in die Werft bringen lassen und dann Richtung Flughafen und Europa.

Total von Las Palmas (Kanaren) bis Martinique haben wir 3141 sm zurückgelegt und dafür ca. 22,5 Tage gebraucht. Wir sind ca 6% mehr Distanz gesegelt als mit der optimalen Route nötig gewesen wäre.

Das wars, Ende der Berichterstattung.

Danke an alle, die unsere Reise mitverfolgt und uns unterstützt haben.

Rolf

Status 7.12.2015 16.30 UTC

Noch ca. 135 sm. Sind beinahe 24h im Schmetterlich (Gross und Genua) gefahren und haben uns das Runpeln und Schlagen der Genua (ohne Baum…) wegen dem zustzlichen Knoten pro Stunde angetan. Hatten optimalen Wind heute morgen und konnten mit 8kn direkten Kurs 242 COG auf Martinique nehmen. Nun schwaechelt aber auch dieser Wind etwas und wir sind gespannt, bis wann wir die Einfahrt in den Kanal St. Lucia / Martinique schaffen. Ziel ist morgen 12.00 local time im Hafen. Es ist etwas schwierig, den Abschleppservice fuer unser Boot zu organisieren, jeder schiebt es weiter. Haben nun CROSS informiert und die werden hoffentlich was unternehmen. Zwei Tage noch vor dem Hafen vor Anker liegen und warten, ist nicht gerade unser Wunschszenario! Sonst sind wir bereits an der Analyse der Fressalien, was geht ueber Bord, was kann Paul weiter verwenden, z.B. die 6 Dosen Corned Beef und was behalten wir noch als Reserve, z.B. den Champagner, und … was haben wir in irgend einer der zahllosen Staumglichkeiten im Schiff vergessen … Naechster Status hoffentlich vom Festland!

Status 6.12.2015 14.00 UTC

So, noch 290 sm bis Martinique. Der Wind ist maessig und wir bewegen uns mit 5 bis 6 kn direkt dem Ziel entgegen. Wir diskutieren regelmaessig Optimierungsmoeglichkeiten betr. Kurs- oder Segelwahl, kommen – manchmal auch nach praktischen Versuchen – wieder zurueck auf unsere Taktik, direkt vor dem Wind aufs Ziel zu fahren.

Korrigenda noch zum letzten Status: Es waren Grittibaenze und nicht ein Zopf, den Nik fuer heute Sonntag praepariert hat.

Und sonst optimieren wir die letzten Menuplaene, um Tiefkuehlware aufzubrauchen und “Lieblingsmenus” zu gestalten…

Heute Abend sollte der Wind dann wieder staerker werden, dann koennen wir unser Ziel vielleicht noch am 8.12. erreichen.

Wir haben uebrigens gestern festgestellt, dass wir eigentlich nicht nur ein Segelschiff, sondern auch ein Tankschiff sind – wir transportiern ja ca. 350l Diesel ueber den Nordatlantik. 

Status 5.12.2015 17.00 UTC

Noch 400 sm bis Le Marin, Martinique. Diese Nacht hatten wir Wind zwischen 25 und 32 kn und unser Gross entsprechend gerefft. Etmal von gestern war 139 sm, das entspricht etwa dem Durchschnitt unserer Etappen. Der Wellengang ist entsprechend und erleichtert die (Kuechen-) Arbeit nicht gerade.

Die letzte Wetterprognose sagt weiterhin guten Wind voraus, wir haben also unseren Kurs korrigiert und laufen nun direkt den Martinique St. Lucia Channel an. Mit dem starken Wind sind unsere Batterien etwas entlastet worden und wir haben uns heute einen echten Nespresso geleistet. Warum echt? Es gab wenig versprechende Versuche die Nespressokapseln zu perforieren und auszukochen – hat zwar wie Kaffee gerochen aber hatte eher einen Abgang wie Motorenoel. 

Nik bereitet zur Zeit den Sonntagszopf vor, was fehlt ist das Eigelb: Ersatz mit Honig, Senfmarinade, heisses Wasser und Zucker, Curry etc. sind noch in Diskussion – wir werden sehen.

Die Angel ist ausgeworfen und wir rechnen mit einem frischen Thun-Sashimi heute Abend 😉 Sonst alles paletti!

Status 4.12.2015 16:30 UTC

Wir kommen weiter gut voran. Noch 555 sm. Achterlicher Wind von 18 bis 22 kn. Heute Morgen frueh hat uns ein Squall (eine Art von Gewitterzelle) erwischt mit 35kn Wind und heftigem Regen; ist  aber glimpflich abgelaufen, Deck ist wieder sauber 😉

Wir erwarten Rueckgang der Windstaerke in 2 bis 3 Tagen und steuern deshalb Martinique etwas noerdlicher an, damit wir dann noch mit halbem oder raeumlichem Wind mit Gross und Genua und vernuenftigem Speed um die Suedspitze von Martinique zur Bucht von Le Marin auf der Westseite segeln koennen. Wir werden sehen ob und wie das dann funktioniert.

Status 3.12.2015 23.00 UTC

Noch ca 650 sm bis Martinique.

Wir haben beschlossen, die Ziellinie des ARC in St. Lucia nicht anzulaufen – zuwenig Zeit.

Wir haben heute verschiedene Methoden getestet wie wir bei 20 kn Wind am schnellsten vorwaerts kommen: Genua und Gross – zuviel Umweg, Nur Genua vor dem Wind – okay aber sehr unruhig, Schmetterling Gross/Genua oder Genua / Kutter, zu schwierig ohne Baum. Zuletzt haben wir es alleine mit dem Gross versucht, platt vor dem Wind, voll ausgefiert und gesichert und das funktioniert gut und ist stabil.

Heute Abend hat der Wind auf 25 bis 28 kn zugenommen und wir fahren jetzt alleine mit dem Gross im Reff 1 vor dem Wind mit 6 bis 7 kn (direkter Kurs aufs Ziel). Alles wird gut 😉