Eine kürzere Fahrt war es heute bei zunehmender Bewölkung und ein paar Tropfen – es ging ja auch wieder Richtung Westen. Te Anau, am gleichnamigen, grössten See NZs, liegt im Fiordland NP und ist der klassische Ausgangspunkt für den Besuch des etwa 120km entfernten Milford Sound.
Der Sound liegt an der Westküste und der Jahresniederschlag beträgt etwa 7000 mm. Für Sebastian noch die letzt Prognose – wir werdens morgen dann erleben.
Sonst gibt es hier eine Seepromenade mit Bäumen und Aussicht sowie interessante Sternvelos zum mieten.
20.02.2017, Tag 40, Queenstown und Umgebung
Bei schönstem Wetter und etwa 27 Grad haben wir zuerst das Hinterland auf dem Mt Critchton Loop Track erkundet.
Nach einer Pause in Queenstown, mit 30 minütigem Anstehen für einen der berühmten Fergburger (B.T. Aus A. meinte, sie seien wirklich gut) kamen wir zum Nachmittagsprogramm (wir konnten den Adrenalinangeboten fast nicht widerstehen!):
BT inspizierte die Hotelinfrastruktur mit Wirl und Pool und ich machte mich auf, den anderen Hausberg, den Queenstown Hill (900m) zu besuchen. Die Aussicht und Ruhe war schön und angenehm. Und deshalb zum Schluss und letzten Mal eine Fliegenpilzfamilie….
19.02.2017, Tag 39, Queenstown und Umgebung
Gemütlicher Sonntag zuerst am See, nochmals mit prächtigen Tannen und neuen Gefährten, die auf dem See lärmen.
Typisch die Schlange vor dem Fergburger Laden, die praktisch den ganzen Tag gleich bleibt (wir haben ihn noch auf der ToDo-Liste).
Am Nachmittag dann eine schöne Wanderung zum Bobs Cove, mit interessanten Sträuchern und Farnen sowie (wieder) Fliegenpilzkolonien.
Sie kämpfen hier nicht nur gegen eingewanderte Pflanzen, sondern vor allem gegen das Opossum, das 1837 für Pelzzucht eingeführt wurde. Es soll heute über 70 Mio Tiere freilebend auf NZ geben und die vertilgen pro Nacht 20’000 Tonnen Vegetation, da sterben ganze Wälder ab. Die putzigen Kerle haben ausser Autos keine Feinde. Es werden in grossem Stil Fallen gestellt und aus der Luft Gift gespritzt, um die Anzahl zu kontrollieren und auffallend ist, dass hier praktisch jede Winterkleidung aus Merinowolle mit bis 40% Anteil aus Opossumpelz hergestellt wird.
18.02.2017, Tag 38, Cromwell – Queenstown
Heute war es eine kurze Fahrt der Kawarau-Schlucht entlang (hier werden fremde Baumarten, die überhand nehmen mit Gift und Fällen entfernt) über das hübsche Goldgräberstädtchen Arrowville zur Touristenhochburg Queenstown.
Zuerst wollten wir die Gondelbahn auf den Haushügel nehmen und das tolle Wetter nutzen, aber es war hoffnungslos, das ganze Städtlein einfach voll mit Leuten und Autos.
Also zum Hotel, Auto deponieren und dann der Promenade mit den sensationellen Sequoias? Entlang das Treiben beobachten. Insbesondere der Rocketman, der über das Wasser schwebte, war ein Hingucker! Den Saft bezog er über einen Schlauch vom Jetski.
Dann noch das Schiff von 1904, das immer noch Ausflugsfahrten macht, aber das kennen wir ja von unseren Raddampfern.
Wenn sie was können, die Kiwis, dann ist es das Design der Touriorte an Seen. Das ist schon der dritte Ort, da gibt es Platz zum Spazieren, Liegewiesen, Bars, etc. direkt am See, das wirkt gut und ist angenehm. Im Queenstown Garden hat es zudem einen 18 Hole Disc Golf!
Nach unserem Ausflug erwanderte ich noch den Fliegenpilz bestückten Hausberg (850m) der eine schöne Aussicht auf den 75km langen Lake Wakatipu bot.
Der Berg ist überzogen von Wanderwegen, mindestens 3 Downhillstrecken, Bungy-Jumps und Sommerrodelbahn.
Dann, nach Dusche und Neuausrichtung ein gemütliches Dinner/Picnic über dem See.
17.02.2017, Tag 37, Franz Josef – Cromwell
Heute mussten wir bei exzellentem Wetter einige Kilometer “fressen”. Zuerst weiter südwärts durch Regenwald, unterbrochen durch Bays und alle 15km etwa ein “Maggiadelta”, zum Teil riesig gross.
In Haast ging es dann dem gleichnamigen River entlang und schlussendlich über den knapp 500 m hohen Haastpass auf die Ostseite der Südalpen.
Der Schalter wurde umgelegt, nun ist es sehr trocken, Wein und Früchte werden angebaut und die Flugzeuge werden an der Strasse parkiert.
Weiter Richtung Osten tauchten grosse Seen auf und mit Wanaka erreichten wir einen schmucken Touriort mit schönen Aussichten und Supermarkt mit vorbereitetem Gemüse.
Danach kam noch die Motelenttäuschung – teuerste Liege und mit dem Bild bei der Reservation liessen wir uns gedanklich auf Terasse am See ein. Das Häuslein ist am See, aber wir liegen im teuren Annex zur Strasse, dafür funktioniert das Wlan im Zimmer nicht, wir müssen auf den Vorplatz!
16.02.2017, Tag 36, Greymouth – Franz Josef Glacier
Bei bestem Wetter fuhren wir weiter südwärts zu unserem ersten Halt in Hokitika, wo es auch ein Zmorge für das Geburtstagskind gab. Unterwegs erlebten wir den pragmatischen Ansatz der Kiwis: die Brücke wird für Auto und Bahn geteilt!
Anschliessend weiter durch Regenwälder, vorbei an heimeligen Seen, bis wir gegen Mittag in Franz Josef eintrafen. Sofort zum Gletscherwanderweg näher an das Ding heran.
Na ja, als Schweizer steht man meist AUF dem Gletscher aber hier war man etwa 700 m davon entfernt, dafür kreisten die Helis unentwegt.
Aber die Tatsache, dass dieser (sowie der Fox-Gletscher nebenan) bis auf 300 m über Meer herabreichen und etwa 15km vom Meer entfernt und von Regenwald umgeben sind, ist schon eindrücklich.
Das geht nur, weil sie steil abfallen und sie deshalb zwischen 1,5 bis 7m pro Tag runterrutschen und im oberen Gebiet, also auf etwa 2000m, pro Jahr etwa 16’000 mm, also 16m3 pro m2 Niederschlag gemessen wird, was für Nachschub sorgt! Trotzdem befinden sich Franz Josef und Fox auf dem Rückzug.
Den Fox-Gletscher haben wir von fern betrachtet, er hat sich in seiner ganzen Länge gezeigt.
Alles in allem sehr schön, vor allem wenn das Wetter stimmt, aber das kann nicht anders sein, wenn man mit einem Geburtstagskind unterwegs ist 😉
15.02.2017, Tag 35, Nelson – Greymouth (Westküste)
Von Nelson ging es zuerst 200km zügig westwärts durch Täler und über Pässe. Vergleichbar etwa mit Doubs, kombiniert mit Blochmont und Internationale von Kleinlützel bis Lützel, alles etwas länger und mehrfach, dazu noch Farnbäume und Palmen, die die Strassen säumen. Tempolimit ist 100 und die Strassen waren fast leer, sogar die Camper haben Platz gemacht (gäll Noldi).
Nach einer Pause in Westport am Buller River, das heute noch von Kohleabbau und Zement (Holcim lässt grüssen) lebt, besuchten wir die Robbenkolonie in der Tauranga Bay. Herrlich wie sich die Jungen hier hinter den Wellenbrechern in ihren Pools tummelten.
Es ging weiter der wunderbaren Great Coast Road entlang Richtung Süden bis zum Paparoa NP mit seinen Pancake Rocks und Blowholes. Sehens- und hörenswert wie es hier ohne Unterlass wellt, donnert und spritzt.
Danach das letzt Stück der Tasmanischen See entlang bis bach Greymouth, die bedeutendste Stadt an der Westküste.
14.02.2017, Tag 34, Belheim – Stoke (Nelson)
Kurze und kurvige Fahrt im nördlichen Teil der Südinsel. Halt in Nelson, ein Städtchen mit ein paar übriggebliebenen viktorianischen Bauten und ansprechenden Beizen. Endlich haben wir mal die neuseeländischen Grünlippmuscheln (aus der Familie der Miesmuscheln)mit Weissweinsauce probiert – sehr gut.
Das Motel ist 13 km vom Zentrum entfernt, das bot Gelegenheit für Spaziergänge im Villen- und Industriequartier.
13.02.2017, Tag 33, Wellington – Blenheim (Südinsel)
Heute morgen hatten wir noch etwas Zeit, um die beiden Holzgebäude in Wellington genauer anzuschauen. Interessante Konstruktionen.
Danach gaben wir unseren Mietwagen an der Interislander Fährstation ab, d.h. parkieren und Schlüssel in den Kasten werfen. Danach Gepäck Check-in und noch prüfen der Wellenanzeige: “Moderate”.
Als ich am Morgen die Windprognose für die Cookstrasse anschaute, erinnerte es mich an die Überfahrt von Mallorca nach Ibiza. Es machte mir nichts aus, dass das Schiff diesmal etwas “grösser” war.
Auf der Überfahrt, genauer auf den etwa 20 km offenem Meer, konnte man ein leichtes Holpern spüren und der Seitenwind krängte die Fähre maximal fünf Grad.
Dann wunderschöne Fahrt, am Schluss noch von Delfinen begleitet, durch den etwa 500 m breiten Tory Channel bis Picton, wo wir den nächsten Mietwagen übernahmen.
12.02.2017, Tag 32, Ohakune – Wellington
Heute weiter Richtung südlichste Hauptstadt der Welt – Wellington.
Zuerst ein Halt in Waiouro, ein Kaff am A. Der Welt. Wir besuchten das einzige Kaffee, das sehr rustikal, mit Holzhockern und Tischen eingerichtet war, die auch die künftigen Erdbeben überstehen werden, so nassiv waren sie gebaut. Ein Mann sass an einem Tisch mit seiner Tochter, beide ins Smartphone vertieft, sie Birchermüesli, er Eier vor sich. Nebenan ein etwas korpulenter Mann mit seinem nicht minder korpulenten Sohn am massiven Tisch. Beide haben das Breaky Plus, also von Toast über Ei bis zu Pilzen, alles. Beide zelebrierten die Umschichtung und Arrangierung der Zutaten von einem Toast zum Anderen. Aber warum beschreibe ich das? Erstens war es still, während unseres Aufenthalts, KEIN Wort der Vier. Nicht einmal als Vater und Tochter das Lokal verliessen. Und zweitens, weil sich das Ganze im Rahmen von mehr 92’000 Kugelschreibern (ich habe die Bedienung gefragt), die überall in der Beiz montiert waren, abgespielt hat – es war eine eigenartige Atmosphäre.
Es ging weiter durch eine Landschaft, die zum Teil sehr trockenen Freibergen, dann wieder einem gestreckten gelbfarbigen Entlebuch, unterbrochen von ein paar Nordamerikanischen Steppenelementen mit Kleinststädten, erinnerte.
Wir erreichten Wellington (etwa 400’000 Einwohner inklusive Vororte) am frühen Nachmittag. Die Stadt, mit ihren mittelhohen Hochhäusern sieht aus, als hätte man Basel und Umgebung nach Läufelfingen verlegt und das Meer reichte etwa bis Buckten. Wenig Platz und sofort steile Hügel.
Wir schauten uns bei starkem Wind Waterfront, Innenstadt, das Nationalmuseum “Te Papa”, die Holzkirche und eines der grössten Holzgebäude der Welt an, das 1870 auf einer Stelle gebaut wurde, die 1850 noch 5m unter Wasser stand. Zwei Erbeben haben den Boden hier vehement angehoben und für etwas mehr Platz gesorgt.



















