23.01.2017, Tag 12, Bairnsdale – Foster

Von Bairnsdale sind wir heute Richtung Westen in die Voralpen gefahren. Nach etwa 130km, davon 40km Gravelroad, sind wir in Walhalla, einem ehemaligen Goldgräberdorf, angekommen. Hier beginnt auch der Australien Alpine Hike, der über 480 km bis nach Canberra führt. Den spare ich mir noch für nächstes Jahr auf 😉
Danach führten uns zahllose Nebenstrassen, dem Navi sei dank, an Stauseen zur Trinkwasserversorgung des etwa 120km entfernten Melbourne, an Kohlekraftwerken, die neben die Tagabbaugebiete gestellt wurden, vorbei und über unzählige Hügel mit teils schönem Rundblick. Australien ist übrigens gerade hinter den USA mit 15 t CO2 pro Kopf rangiert (2010).

Foster, heute mit guten 37 Grad, ist unser Ausgangspunkt für den Wilson Promontory NP, den wir morgen besuchen.

22.01.2017, Tag 11, Bairnsdale und Umgebung

Heute sind wir es gemütlich angegangen. Nach einem Chat mit unserer Lady vom Motel, sie ist Neuseeländerin, über einen Ausflug in die Australian Alps, meinte sie: “You know the Swiss Alps, I know the Mountains in New Zealand, I tell you, here, these are just hillls!”
Zerst besuchten wir also den Monatsmarkt in Bairnsdale, wo wir die Schraubenbratkartoffeln entdeckten – nicht billig, aber originell.
Danach haben wir das Mündungsdelta des Mitchell Rivers im Lake King erkundet, es soll, nach dem Mississippi, das Grösste der Welt sein.
Nach einem Picknick an einer stillen Bucht am Lake Victoria (auch der Trauerschwan war da) machten wir uns auf nach Paynsville, wo wir mit der Gratisfähre in 3 Minuten auf Raymond Island übersetzten. Hier soll man Koalas in den Eukalyptusbäumen beobachten können. Wir waren skeptisch, aber nach 5 Minuten auf dem Trail entdeckten wir schon den ersten putzigen Kerl auf einem Baum. Und so ging es weiter, sicher 20 Beuteltiere haben wir auf den Bäumen gesehen, dazu noch junge Eulenschwalme, wie uns ein kundiger Einheimischer erklärte!

21.01.2017, Tag 10, Narooma – Bairnsdale

Heute war Kilometerfressen angesagt, zuerst Süd, dann West; 400 insgesamt, ohne Abstecher.
Praktisch die ganze Strecke verlief im Eukalyptus- oder Regenwald! Mal ein Stopp in Cann River, kurz nach der Grenze nach Victoria, dann eine Pause auf einem Regenwaldtrail, wo der Touri nett auf Asphalt durch die Natur spediert wird (war trotzdem interessant und macht sicher weniger kaputt, als wenn es jeder Zweite auf eigene Faust versuchen würde).
Erstes Ziel war dann Lakes Entrace, wo die grössten Binnenseen Australiens (Lake King ist ca. 40 km lang), einzig durch Dünen von Meer abgetrennt, einen schmalen Kanal ins Meer haben.
Bairnsdale, ca. 30 km von Lakes Entrance entfernt, haben wir uns für die Erkundung der australischen Alpen ausgesucht.

20.01.2017, Tag 9, Nowra – Narooma

Heute ging es weiter südwärts. Aber zuerst tanken. Ich stehe vor einem Kasten mit 6 Displays, einem Touchscreen und Instruktionen. Aber weder Geldschlitz noch KK-Leser. Also zuerst ins Office. Dort füllt ein Tamile die Gestelle auf und auf meine Frage, wie das funktioniert, sagt er “nozzle out, fill up and come here with card”. So einfach.
Weiter zur Jervis Bay, eine hübsche Gegend und weite Bucht. Hier hat der australische Flugzeugträger HMS Melbourne am 24.02.1964 einen Zerstörer, auch australische Marine, bei einem Manöver aus Versehen in der Mitte zerteilt. Der Bugteil war innert 10 Minuten auf 1100m abgesoffen, der Rest folgte 10 Std später. Resultat: 84 Tote und ein paar peinliche Fragen.
Und da waren noch die Flüchtlingsinseln – sie haben sich als Fussgängerinseln geoutet!
Noch eine Crèmeschnitte in der Heritage Bakery von Milton, dann nächste Station der Murramarang NP, Pebbly Beach. Traumhafte Küste. Wir haben eine Wanderung unternommen und tatsächlich Wallabies im Wald gesehen. Dann noch den etwa 1,5m Varan bestaunt, der gemütlich über den Weg lief, bevor wir ein erfrischendes Bad im Pazifik nahmen.
In Narooma im Golfclub zum Dinner und dann zum Abschluss noch Papageien, Kakadus und Seelöwen.

19.01.2017, Tag 8, Umgebung von Nowra

Heute etwas Natur. Das erste Wallaby (kleines Känguruh) haben wir schon morgens um 9 angetroffen. Leider war es etwas flach und blutig und lag auf der Strasse nach Kangaroo Valley, einem gemütlichen Nest im Hinterland.
Nach Cappucino (diese Versorgung funktioniert hier ausgezeichnet) fuhren wir hoch zum Morton NP zu den Fitzroy Fällen. Bei kühlen 18 Grad und etwas Nebel haben wir die Umgebung etwas abgeklopft aber ausser dem lauen Wässerchen, das 60 m runtertropfte und einigen angekohlten grossen Bäumen hat sich das Wildleben zurückgezogen. Dafür wurden die Aussichten immer besser.
Danach über die älteste Holzspannbrücke von Australien weiter zum Greenwell Point, einer Halbinsel etwas geschützt durch vorgelagerte Inseln. Hier überraschen uns die Pelikane von stattlicher Grösse.
Wir erkunden etwas das Ufer und bei der Rückkehr zur Anlegestelle werden die Fischer etwas nervös – 2 mindestens 1,5m breite Stingrays schweben unter dem Steg durch, höchstens 5 m vom Ufer entfernt.

18.01.2017, Tag 7, Sydney – Nowra

Heute haben wir unseren Mietwagen übernommen, die erste Prüfung war das enge Parkhaus im rechtsgesteuerten Nissan mit Automatikgetriebe.
Dann durch Sydney Richtung Süden und bei jedem zweiten Abbiegen hat mich der Scheibenwischer darauf hingewiesen, dass der Blinker auf der anderen Seite ist. ..
Nach Wollongong, unserem ersten Halt, hat es zum Teil 4 spurige Motorways mit max speed 110 km/h, was ja nichts Besonderes ist, aber es hat auch einen VELOWEG, mit einer Sicherheitslinie abgetrennt!
Wollongong ist eine übersichtliche, nette Kopie einer amerikanischen Kleinstadt, nur fährt man hier links und es hat mehr Bioläden.
Dann Kiama, es hat noch etwas Flair der alten Heimat der Minenarbeiter, die hier gewohnt haben. Grosse Attraktion ist das Kiama Blowhole; hier soll das Wasser bis 60 m hoch aus dem Felsen schiessen, wenn die Brandung stimmt – sie stimmte nicht, es spritzte vielleicht 10m hoch.
Dann weiter zum 7 Mile Beach. Fantastische Sicht auf den weiten gebogenen Strand. Dem sind wir gefolgt und dann in Nowra untergekommen, welches wir morgen als Ausgangspunkt nutzen.
Noch ein kurzer Besuch im Coles Supermarket – was machen sie anders hier als bei uns? Hier packt man den Einkaufskorb nicht mühsam auf das Förderband, sondern stellt ihn voll aufs Band und die Kassiererin entnimmt entspannt einen Artikel nach dem andern aus dem Korb! Funktioniert und es braucht erst noch keine Kundenbereichsabtrennmarkierungsbalken.
Im Motel natürlich der obligate Aufschrei mit den Lavabo Armaturen 😉 wir wissen es ja, aber das Design, resp. Der Use case ist einfach gewöhnungsbedürftig.

17.01.2017, Tag 6, Sydney

Unser letzter Tag in Sydney bei gut 35 Grad.
Nach dem Breakfast Burger ging es mit der Fähre zur Watson Bay, ein noch verschlafenes, ehemaliges Fischerdörfchen. Von dort ein Spaziergang zum Leuchtturm mit dem Ausblick auf die Tasmanische See. Dann zurück zur lauschigen Bar und einem VB (Victoria Bitter).

16.01.2017, Tag 5, Sydney

Heute war es ein gemütlicher Tag bei angenehmen Temperaturen. Etwas schoppen, durch die Pärke schlendern und im Art Museum of NSW ein paar Helgeli reinziehen.
Nach den Znacht, das wir mal probeweise im Hotelzimmer gekocht haben (Spaghetti waren ganz ordentlich) haben wir uns dann noch bis zur Mitte der Harbour Bridge bewegt.

15.01.2017, Tag 4, Sydney

Heute Sonntag haben wir mit Tausenden die Fähre nach Manly bestiegen (stimmt nicht ganz, max 950 Personen werden pro Fähre eingelassen). Schöne Aussichten unterwegs und dann in Manly durch die Fussgängerzone zum legendären Strand. Leichter Regen hat eingesetzt und man sieht nur sie Wellenreiter im Wasser auf die nächste Welle warten, sonst ist nicht viel los. Ausser vielleicht die Surferschule, die in gelben Leibchen rumsteht – aber dennoch diszipliniert an ihren Fähigkeiten schleift, oder besser, geschliffen wird. 
Abends besuchen wir das Konzert “Stairway to Heaven 2017” im Opera House, ein Arrangment von Led Zepplin Songs mit klassischer Unterstützung. Eine Vielzahl (noch) älterer Herren ist erschienen, die den Sound sicher noch aus der Jugendzeit gekannt hat.

14.01.2015, Tag 3, Sydney

Heute bei guten 30 Grad Besichtigung der Stadt. Barangaloo, Darling, Queen Victoria Building, Hyde Park, St. Mary’s, Botanic Garden, Opera, u.a.

Zum Abschluss noch ein Dinner im “self bbq pub”.