Um 08.01 rüttelte mich jemand wach, es war Mr Quake mit Stärke 5,2 in 12 km Tiefe. Naja, das ist NZ und insbesondere Christchurch oder Chch, wie es hier abgekürzt wird. Wenn ich jetzt die Website anschaue, so sind heute 25 Beben in der Umgebung von ChCh registriert worden.
Morgenkaffee beim gelben Container und danach in die City. Ich sprach mit einer Dame, die eine “Gap Filler” Weste trug und fragte sie, was sie denn für Lücken schliesse. Sie erklärte mir, dass sie mit einigen Kollegen im Auftrag der Regierung Massnahmen zur Belebung der Innenstadt umsetze, z. B. die Installation von Tischtennistischen, Begegnunsräume, Pizzaöfen, etc. Das soll helfen, die Leute, nicht nur die Touris, in die Stadt zu bringen, die, heute ist es mir noch bewusster geworden, sehr viel “Freiraum”, resp. Parkplätze und abgesperrte Areale hat, wo früher (auch alte) Gebäude standen.
Zur Stimmung meinte sie, sie sei im Aufwärtstrend, drei Teile der Stadtverwaltung würden bald wieder in die Innenstadt kommen und man sehe, dass auch die Banken sich wieder ins Zentrum zurück bewegen würden. Aber das Feuer, das in der zweiten Hälfte Februar gerade vor ChCh in den Port Hills über zwei Wochen wütete, einige Häuser zerstörte und tausende von Evakuationen erforderte, sei schon ein Tiefschlag gewesen.
Danach besuchten wir die Art Gallery, ein interessantes Gebäude, das 2003 fertiggestellt wurde. Die Dame am Empfang erzählte, dass das Gebäude die Erdbeben gut überstanden habe, nur sei es auf einer Seite etwa 70 cm abgesackt. Das habe man dann wieder gehoben und das ganze Gebäude auf eine Art Federn gestellt, die jetzt seitliche Bewegungen von mindestens 60 cm erlauben würden.
Die Ausstellungen waren interessant, aufgefallen ist das 3D-Werk aus Bleistiftminen von Peter Trevelyan, doch auch die Photografien haben gefallen.
Am Nachmittag gings dann noch auf die Porthills über die Summit Road, die wegen den Bränden im Westen immer noch geschlossen ist.
Eine kurze Wanderung auf den Mt Cavendish, der auch über eine Seilbahn erschlossen ist. Der Ausblick war toll, auf der einen Seite Christchurch mit Pazifik auf der Anderen der Port von Lyttleton, ein natürlicher Hafen, wo auch die Einwanderer angelegt haben und sich über die Port Hills bach Christchurch mühten (ca 25km).
Die Hills sind Teil des Kraterrandes und sie sind mit Wanderwegen und Bikerouten wunderbar erschlossen.
So, die Laundry ist frei, ich muss die Wäsche bereit machen…..
