10.03.2017, Tag 58, Rakiraki – Natadola Beach

Heute verliessen wir Rakiraki nachdem gestern Abend der nächste Stromausfall, wie vom persönlich anwesenden Engineer angekündigt wurde, nach spätestens 10 Minuten wieder behoben war.

Wir verliessen auch Evonda, unsere fijianische “Menu-Consultant and Supply Chain Executive”, die wir in den letzten 2 Tagen kennen gelernt hatten.
Sie ist eine aufgestellte, humorvolle, geschiedene Frau, die mit den 2 Söhnen 10 und 21 mit ihren Eltern nicht weit weg von Rakiraki in einem Haus lebt.

Der ältere Sohn arbeitet beim EW und sie hat die Schichten am Nachmittag/Abend im Hotel. Der ältere Sohn zahlt jetzt auch in die Familienkasse, das würde entlasten, aber sie mache sich Sorgen um seine weitere Karriere, aber er sei ja jetzt alt genug. Wie denn das sei, wenn er eine Freundin heimbringe? Sie lachte und meinte, dann sei Zeit für ihn auszuziehen.

Der Jüngere geht noch in die Primary School und wird, wenn sie arbeitet, von ihren Eltern betreut.

Was denn die Träume der Fijianer und ihre persönlichen seien, fragte ich sie. Sie lachte etwas verlegen und meinte, viele Leute möchten mehr vom eigenen Land und andere Länder sehen und dann auch mehr Geld verdienen. War ja nicht DIE Überraschung für mich. Aber sie sei zufrieden, dass sie gute Arbeit habe, und die Betreuung des Jüngsten funktioniere und sie solch nette Leute wie uns treffen könne (hat sie erst beim Abschied gesagt 😉

Die Fahrt ging der Nordküste entlang Richtung Westen. Diese Region ist trockener und wird vom Zuckerrohranbau und der indischstämmigen Bevölkerung Fijis dominiert.

Die Inder wurden um 1900 als Arbeitskräfte nach Fiji geholt und wenn sie 5 Jahre hier gearbeitet hatten, konnten sie sich frei niederlassen. Die Rechnung ging nicht ganz auf, begannen die arbeitssamen Inder doch die Fijianer langsam zu dominieren, die Fijianer haben das Arbeiten ja nicht gerade erfunden. Das gipfelte dann in den Achzigerjahren, nach der Loslösung vom Commonwealth 1970, darin, dass bei der freien Wahl mehr Indischstämmige als Fijianer in das Parlament gewählt wurden, was dann zu Putschen und Chaos führte.

Unterdessen scheint das gefixt, die Verfassung wurde angepasst und die Demokratie ist etabliert.

Wir machten Halt in Ba und Lautoka und wir meinten wir seien in Indien! Sehr geschäftig, grosser und schöner Markt (und die Fijianerinnen sassen vor der Markthalle mit ihren Sachen im Schatten).

Wir genehmigten uns ein Chicken Gericht im indischen Fast Food für gerade mal CHF 3.-
Die Kinder schliefen auf dem Tisch und die Temperatur war im wärmeren Bereich – aber das Essen war ausgezeichnet (Im Gegensatz zu den Fijianern verstehen die Inder etwas vom Würzen).
Danach das Schlussstück bis zum Resort, hier wird der Gästenamen schon 500m vor dem Hauptgebäude an der Schranke kontrolliert.
Wir haben eine grosszügige Unterkunft in einer “Bure”, direkt am Pazifik und die Anlage ist wirklich schön angelegt. Wir werden uns vertun können 😉

One Reply to “10.03.2017, Tag 58, Rakiraki – Natadola Beach”

  1. Eure Reiseberichte sind wirklich toll! Die Tropen haben schon etwas – auch wenn es feucht und heiss ist, die Menschen da haben den Rank schon auch gefunden. Ich wünsche weiterhin gutes Gelingen und tolle Erfahrungen. Christoph

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