Es war ein anstrengender Tag heute.
Morgens besuchten wir die Baldwin Street, es soll mit 38% Steigung die steilste Strasse der Welt sein und ist entsprechend im Guiness Buch eingetragen. Unser Toyota hat etwas gewimmert, als er hinauf musste.
Danach ging es weiter zum Tunnel Beach. Hier stiegen wir doch einige Höhenmeter hinunter zum, von Felsen eingerahmten, Beach – und der Zugang war zum Schluss nur durch den Tunnel möglich. Eindrückliche Perspektive.
Nach einem deftigen Lunch im Brauhaus ging es am Nachmittag los mit der geführten Wilderness Tour auf der Otago Halbinsel.
Zuerst ging es zu den Königsalbatrossen. Wir konnten sie am Ende der Halbinsel beobachten, wie sie mit ihrer bis zu 3,3m Spannweite den Wind suchten und sich höher tragen liessen.
Danach besuchten wir eine abgelegene private Bucht, in der es vor allem von jungen Seals (Pelzrobben) wimmelte. Sie trainierten, spielten und kämpften in gut geschützten Felsenpools, ins Meer werden sie von ihren Mütterm erst mit etwa 9 Monaten gelassen.
Dann Weiterfahrt zur nächsten Bucht – zu den Sea Lions. Wir trafen 3 Kerle, die miteinander die Zeit verbrachten und rauften. Sie warteten auf den Zeitpunkt, um endlich ins Wasser zu gehen und das Dinner zu jagen.
Nach Sonnenuntergang folgte der Höhepunkt: wir besuchten und beobachteten aus angemessener Entfernung die Gelbaugenpinguine am Strand.
Eine sehr bedrohte Art mit speziellem Verhalten. Generell asozial, mindestens 20m Abstand zu den Nachbarn, nur beim Brüten finden sich zwei und kommen sich näher.
Einzigartig, wie die drolligen Kerle aus dem Meer steigen und mit vielen Pausen über den Strand watscheln.
Einige Pinguine standen bereits auf Steinen in der Höhe hinter dem Strand – sie sind bereits im Mauserungsprozess, wo sie die wasserdichten Federn und neu Fussisolierung für den Winter bekomnen. Der Prozess dauert 4 Wochen, sie stehen diese Zeit am gleichen Ort und Fressen nicht.
Auf der nächtlichen Rückfahrt, dann noch Eulen auf den Zaunpfosten – da hat alles gestimmt.

