Tag 18, San Antonio

Ein kurzer Spaziergang zum “The Alamo“, ein geschichtsträchtiger Ort für die Texaner. Hier haben sich etwa 200 Siedler 1836 gegen die Mexikanische Herrschaft gewehrt, die Mission überfallen, ausgebaut und der mexikanischen Armee mit 6000 Soldaten getrotzt, sind dann aber alle gefallen.

Dieses Märtyrium soll bei der Schlacht der Kolonisten beim San Jacinto River, drei Wochen nach Alamo, die notwendigen Reserven mobilisiert haben. “Remember the Alamo!” sei der Schlachtruf gewesen.

Die Kolonisten gewannen und das machte den Weg frei zur Republik Texas. Erst zehn Jahre Später wurde Texas zum Gliedstaat der USA; daher auch der Name “Lone Star State”, der darauf hinweist, dass Texas als einziger Staat eine unabhängige Republik war.

Dann gings weiter dem lauschigen Riverwalk entlang ins King William Historic District, wo die wohlhabenden Leute um die Jahrhundertwende ihre schönen Häuser bauten. Schön anzusehen, auch der bemerkenswerte Baumbestand.

Heute noch ein TexMex~Dinner mit Chicken, resp. Ente mit erstaunlich guter Sauce!

“The Alamo”, die Kirche am Eingang.

Wunderbare Bäume im Innern von “The Alamo”

Dem San Antonio River entlang zum King William Historic District, mit einigen Beispielen, siehe unten.

Tag 17, Del Rio – San Antonio

Drei Stunden Richtung Nordosten mit keinem Highlight, so zumindest war die Ansage.

Als Start ein Lowlight – des Morgenessen, kaltes Teewasser und mindestens 3 Tage altes Toastbrot, das sich unter der Trockenheit bog. Aber wir sind ja auch kein Freund von Food Waste.

Wir fuhren dann bei immer noch kühleren Temperaturen ostwärts und bald wurde die wüstenähnliche Landschaft durch grüne Weiden, grosse Ranches und zunehmend auch Wald abgelöst.

Erster unfreiwilliger Halt bei der Border Control. Zwei Officers mit offensichtlich mexikanischer Herkunft wollten die Papiere sehen. Kein Problem, und ich fragte sie dann nach ihrer “Erfolgsquote” und sie meinten, das seien schon 1000 Illegale, die sie pro Woche aufgreifen würden. Da meinte der eine Officer, ob ich gerne die Zellentrakte ansehen wolle, er könne meinen Pass auch als “zu prüfen” qualifizieren. Ich lehnte dankend ab und die beiden lachten. Weiter ging es.

Kurzer Stop in Uvalde, aber es ist eher ein Nest. Wir fuhren weiter, und irgendwie folgte ich dem Wegweiser “Historic District” in Castroville und wir parkten bei der evangelischen Kirche von 1863. Ein kurzer Spaziergang zur Coffee-Bar, einmal mehr mir exzellentem Cappuccino! Dann noch bei der Lederwerkstatt vorbei, die erst vor 10 Jahren in diesem Haus, nachdem es über 100 Jahre als Schmiede diente, eröffnet wurde.

Danach noch etwas Beinevertreten und wir landeten beim “Living History Museum” wo uns ein Mann mit den Worten “Guten Tag, wie geht es Ihnen?” begrüsste – und das war dann der Anfang von einer zwei Stunden dauernden Konversation und Führung, zusammen mit seiner äusserst sympathischen Frau (Siehe Bild oben).

Die beiden stammen ursprünglich von Urgrosseltern aus der Schweiz und dem Elsass ab.

in den 1850er Jahren war Castro vom Elsass nach Texas ausgewandert und nach kurzer Zeit unterstützten ihn die texanischen Behörden, mehr Siedler nach Texas zu bringen. Als Anreiz wurde recht grosszügig Land und ein einfaches Haus für jede Siedlerfamilie in Aussicht gestellt. Castro erhielt für jeden neuen Siedler zusätzlich 50 ha Land zugesprochen. Viele Auswanderer aus dem Elsass, Dem deutschen Rheinland und auch aus der Nordwestschweiz machten sich 1860 von Le Havre aus auf die Fahrt ins “gelobte Land”.

25 Schiffe mit 2000 Siedlern überquerten den Atlantik in etwa 120 Tagen (ich brauchte 25) und landeten in Galveston oder New Orleans. Von dort ging es dann zu Fuss oder mit Pferdekarren nordwärts in das Siedlungsgebiet.

Die Traditionen des Elsass haben im Städtchen bis heute Bestand, sie sprechen Deutsch oder Elsässisch, essen Flammenkuchen, Sauerkraut, Pasteten etc. Und haben ihre traditionellen Tanzfeste.

Auch mit dem (richtigen) Elsass in Frankreich wird die Beziehung gepflegt, unsere Guides gehen jedes Jahr zu kulturellen Veranstaltungen ins Sundgau und umgekehrt. Und, die Elsässer von Walbach haben den Castrovillern das Steinbachhaus, das 1618 im Elsass erbaut wurde, Anfang 2000 im Container zusammen mit den Spezialisten für den Aufbau, nach Castroville geschickt.

Es war eine wirklich interessante und herzliche Begegnung mit dem Ehepaar und, so zumindest sein Statement, wir seien die ersten Besucher aus der Schweiz ;-).

Danach ging es weiter nach San Antonio, am Schluss doch noch ein 12-spuriger Highway, dann noch eine Zusatzrunde und wir waren beim Hotel nahe an Downtown.

Abends war der Riverwalk angesagt. Unglaublich was sie hier geschaffen haben. Entlang des San Antonio Rivers sind die Uferwege und Beizen über lange Distanzen zu einem richtigen Fussgängerparadies entwickelt worden. Es scheint sehr erfolgreich und die Leute lieben es.

Nach einem Apero auf einer Terrasse am Riverwalk, haben wir uns für ein Dinner im “Little Rhein Steak House” entschieden. Ein wunderbarer Platz auf der Veranda, zarte Steaks und ein guter Cabernet aus Texas haben dann die Kreditkarte etwas erwärmt.

Also, doch einige Highlights heute!!

Die Evangelische Kirche in Castroville.

Haus in Castroville.

Produkte aus der Lederwerkstatt.

Das Living Museum in Castroville

Ein wirklich guter Cappuccino.

Das transferierte Steinbach-Haus aus Walbach.

San Antonio am Riverwalk.

Ready for Dinner.

Die Aussicht von der Veranda.

Riverwalk by night.

Tag 16, Terlingua Ranch – Del Rio

(Etwas mehr Text, dafür weniger Bilder heute 😉 Heute ging es bei kühlen 10 Grad und stellenweise Nebel 5 Stunden Richtung Osten. Längere Strecken sind mit unserem Nissan kein Problem: mit Cruising, Spur- und Abstandskontrolle sowie Lenkunterstützung fährt das Ding, zumindest auf geraden Strecken, tadellos alleine. Der Verbrauch ist mit 40 mpg oder 5,9 l/100 km auch im Rahmen.

Den ersten Halt bescherte uns die US Border Patrol bei einem Checkpoint, kurz vor Alpine. Officer Mona bat mich, etwas weiter vorne zu parken, damit er uns, resp. unsere Papiere in Ruhe prüfen könne. Er war hell begeistert wie ich den Wagen parkte, einer von 10 könne das, alle anderen seien vermutlich zu aufgeregt ;-).

Er durchblätterte unsere Pässe und war etwas erstaunt über die Anzahl Stempel in BT’s nächstens 10 Jahre altem Pass. Inzwischen plauderte seine Kollegin mit mir über den Big Bend N.P.

Alles paletti. Ich fragte dann Mona, wieviele Illegale sie denn hier pro Woche aufgreifen würden. Es sei kein Hotspot hier, meinte er, aber 50 können es schon sein. Das Schlimmste seien aber die schwangeren Frauen, die durch die Wüste kämen und versuchten ihr Kind in den USA zu gebären (sie erhalten dann US-Staatsbürgerschaft); für sie sei es richtig gefährlich da draussen.

Ich konnte nicht widerstehen und fügte an, ob er denn meine, dass Trumps Mauer ihm helfen werde. Sicher, sagte er, vielleicht nicht gerade hier, weil hier beim Rio Grande sowieso keine gebaut werden dürfe (Landschaftsschutz) aber bei den Hot Spots, wie El Paso denke er schon, dass die Überwachung effektiver werde und referenzierte auf den angeblichen Erfolg der israelischen Mauer gegen die Palästinenser bei Jerusalem. Das wars dann, Officer Mona bedankte sich (thank you for asking) und gab mir die Hand zum Abschied.

Noch ein Stop in Marathon in einer Kaffeebar, die wir zufällig entdeckten – schon langsam auf Entzug, tranken wir einen Cappuccino, der es wirklich in sich hatte, exzellent!

Dann ein Halt bei der Holzbaracke in Langtry, in der der Richter Roy Bean seine eher unkonventionellen Methoden der Rechtssprechung in den 1880er Jahren praktizierte.

Über den Pecos Canyon und noch über die Brücke des Amistad Stausees, errichtet zum Ausgleich der Wassermenge des Rio Grande (ein gemeinsames Projekt mit Mexico in den 1960er Jahren), dann erreichten wir Del Rio, eine nicht sehr aufregende Stadt. Unser Hotel ist wieder mal zwischen Tankstellen, Occasionshändler und Autozubehörläden eingegliedert, aber soweit okay,

Zum Dinner gings zum “Real Texas Bar-B-Q” bei Rudy’s. Die Einrichtung war wie in einem Festzelt, Holzbänke und Tische mit kariertem Plastik. Fleisch und Zutaten wurden am Schalter bestellt, das zubereitete Fleisch direkt geschnitten, gewogen und bezahlt. Es gibt nur Papierteller und Plastikbesteck und am Schluss wirft man auch die Glasflaschen und Aludosen in den Landfill-Abfall!! Die Ribs waren ausgezeichnet.

Begegnung der dritten Art vor Alpine.

Der Pecos Canyon.

Die Eisenbahnbrücke über den Amistad-Stausee.

Tag 15, Terlingua Ranch, Christmas Mountain

Ein autofreier Tag war heute angesagt! BT hat sich auf der Veranda und dem Pool eingerichtet und ich habe mich um das Permit für die Wanderung auf den Christmas Mountain, etwa 1800 m, gekümmert. Ich habe 5 (!!) Seiten mit Haftungsausschlüssen und Verhaltensregeln unterzeichnet und der nette Mann vom Office der Ranch hat mir die Karte kopiert und ist in seinen Socken noch vors Office gekommen und hat mir den Weg gezeigt – sehr zuvorkommend.

Es ging der Dirt road entlang, an dem Airstrip vorbei und dann stieg die AWD Strasse etwa 700m den Berg rauf. Unten war es um 10.00 bereits tüchtig warm, aber je weiter ich aufstieg, umso mehr erfrischenden Wind konnte ich geniessen.

Oben angekommen, bot sich mir eine wunderbare Rundsicht; auf der einen Seite die Chicosberge im Big Bend N.P. und auf der Anderen die Chihuahua-Wüste.

Nach gut vier Stunden war ich wieder zurück – ein Lone Star Beer, serviert im kalten Glas, war angesagt.

Am Abend war Karaoke im “Bad Rabbit” Restaurant auf der Ranch angesagt! Unglaublich, ein älterer Texaner, vermutlich 70 Jahre von der Sonne gegerbt, mit einer Statur wie Clint Ostholz, stellte den Opferstock und seinen etwa 5 Kilo schweren Laptop auf den Tisch bei der Bühne und begann die Session einzurichten.

Dann kam schon ein Teller mit Tacos und Salat für ihn und er begann selbst die erste Runde – aber die Stimme versagte. “It’s the dust”, meinte er, nahm noch einen Schluck Sprite und begann dann etwas besser mit dem ersten Song.

Danach, welche Überraschung, ergriffen drei weitere Personen die Gelegenheit und präsentierten ihre Songs recht gut, während der Master hinter seinem Laptop seine Tacos verdrückte. Eine gelöste Stimmung am A. Der Welt.

Am “Airport”. Hat etwas lange auf seinen Flug gewartet.

Das Permit hatte ich im Sack.

Aussicht auf die Trelingua Ranch mit dem Airstrip.

Sicht auf die Chicos Mountains im Big Bend N.P.

Blick in die Chihuahua-Wüste.

Imposanter Kaktus auf dem Gipfel.

Sicht zum Rio Grande, ganz hinten unterhalb des langen Felsbandes.

Tag 14, Big Bend National Park TX

Gestern, nach einem schönen Sonnenuntergang, beobachtet von unserer Wüstenveranda und einem abendlichen Besuch vom mexikanischen Wüstenwildschwein, das ordentlich gegrunzt hat, haben wir uns dann mit den hartnäckigen Flugameisen im Zimmer auseinandergesetzt.

Heute gings in den Big Bend N.P. Zum Santa Elena Canyon, den der Rio Grande 500m tief ausgeraspelt hat. Wir absolvierten den stündigen Trail bei höheren Temperaturen und besichtigen die engste Stelle des Canyons.

Danach gings mit verschieden Halten zurück. Die mittlerweile stillgelegte Samual Neils Ranch mitten in der Wüste war eindrücklich. Sam hatte Wasser gefunden und pflanzte u.a. Feigenbäume an und hatte etwas Vieh. Hat nicht ganz geklappt, die Familie und das Adobe-Haus sind weg – aber die Wasserpumpe läuft noch und die grüne Oase hält sich.

Blick über den National Park Richtung Rio Grande.

Blick in den Elena Canyon.

Auf dem Wanderweg nach innen.

Auch dabei.

Hier wirds eng.

Er muss aussteigen – der Rio Grande ist zu seicht!!

Überall anzutreffen und bis 15 cm lang.

Dann noch dieses Loooonghorn. Auch ohne Initiative.

Tag 13, Big Bend Nationalpark TX

Der erste Tag im Big Bend. Unsere Unterkunft ist ja “nahe” am Nationalpark aber wir fahren trotzdem 80 km bis zum Zentrum! Wir haben heute die Chisos Mountains als Wandergebiet auserkoren und bei sehr sommerlichen Temperaturen und mit 3 Liter Wasser den dreistündigen “Window Trail” absolviert.

Er führt auf etwa 1500 Meter durch das Chisos Basin und endet dann nach einem kurzen Canyondurchstieg beim “Window”, das einen schönen Blick in die Wüste bietet (siehe Bild oben).

Auf der Rückfahrt haben wir die Ghost Town von Terlingua besucht; bis in die 50er Jahre wohnten hier bis zu 2000 Leute, die meisten damals in der Quecksilbergewinnung engagiert. Heute sind es noch 7.

Morgen geht es zum Rio Grande und seinen Canyons.

In den Chisos Mountains

Die Wüste spriesst…

… und blüht…

… uns spriesst.

Durch den Canyon zum Fenster.

Ein Überbleibsel in der Ghost town.

Sonst eher öde …

… aber klare Messages.

Tag 12, Carlsbad – Terlingua Ranch (Lodge) TX

Heute hatten wir eher eine “Überführungsetappe” Richtung Süden nach Texas mit Zeitumstellung auf Central time (UTC-5). Auf der 285 sten (gilt für NM und TX) sind wir etwa 140 km durch Ölfelder mit Pumpen, Baustellen mit Bohrtürmen und Pipelines, Ölsammelstationen, Abfackelkaminen und kleineren Raffinerien gefahren. Eine zweispurige Strasse mit 100 km Baustelle (!) und einem Truckverkehr, wie ich ihn glaube ich noch nie gesehen habe. Entsprechend langsam kamen wir voran.

Nach Pecos TX, wurde es dann schnell besser und die Landschaft mit den Davis Mountains wurde auch einiges interessanter. Nach Alpine, einem okay-Städtchen ging es dann Richtung “Big Bend National Park” wo wir etwa 40 Meilen vor dem Zentrum zur Terlingua Ranch Lodge ins Ungewisse und auf die Dirtroad abbogen.

Wir haben ein Häuschen, das wir mit 3 anderen Parteien teilen und werden die nächsten 4 Nächte hier bleiben und den N.P. erkunden. Die Performanz des Internet ist äusserst bescheiden, mal schauen ob es für ein Bildeli reicht.

Tag 11, Roswell – Carlsbad (Caverns)

Alles südwärts auf der US-285 über Artesia mit einigen Ölfeldern in der Umgebung nach Carlsbad zum National Park “Carlsbad Caverns”.

Die Höhle liegt in der Chihuahua-Wüste in den Guadalupe Mountains etwa 40km von Carlsbad entfernt. Wir sind über die Fledermaushöhle, die allabendlich ein Schauspiel mit den tausenden von aus- und einfliegenden Fledermäusen bietet, eingestiegen. Nach etwa 45 Minuten Abstieg durch riesige Hallen, sind wir im “BIG ROOM” angekommen – ein riesiges Gewölbe mit einer schier unendlichen Anzahl von Figuren und Formen. Sehenswert!

Nach insgesamt 2 Stunden in der Höhle gings mit dem Lift 250 Meter aufwärts wieder ans Tageslicht und mit etwa 33 Grad doch merklich wärmeren Umgebung. Damit ist auch unser Nationalpark-Jahrespass amortisiert 😉

Nach einem frühen und guten Dinner beim Japaner sind wir dann nochmals zum Cavern N.P. Gefahren, um in der Abenddämmerung das Fledermausspektakel mitzuerleben. Zuerst eine interessante Einführung des Rangers, dann kamen die 250’000 bis 500’000 (Stand 2005} Mäuse in riesigen Schwärmen lautlos aus der Höhle. Wir schauten etwa 20 Minuten dem Treiben zu, dann wurde es Dunkel und wir konnten die Schwärme nicht mehr erkennen.

Raffinerie bei Artesia.

Und hier kommt der eher dickflüssige Saft her.

Der Eingang zur Fledermaus=Höhle. Die Arena dient zur Beobachtung der aus- und einfliegenden Säuger.

Für die eher vorsichtigen Besucher, konnte man sich kostenpflichtig mit Ausrüstung eindecken.

Der Abstieg.

Ein paar Formationen in der Höhle.

Ein paar Formationen in der Höhle.

Ein paar Formationen in der Höhle.

Ein paar Formationen in der Höhle.

Tag 10, Alamogordo – Roswell

Ostwärts von Alamogordo ging es heute nach Roswell, zuerst durch das Apachen / Mescalero Reservat, das ausnehmend grün und friedlich anzuschauen ist. Ein kurzer aber heftiger Stop war angesagt, als der Elchbulle keine 100 Meter vor uns zum Sprung über die US-70 ansetzte – aber er überlegte es sich anders und kehrte zu seinen 5 Begleiterinnen zurück und sie verschwanden im Wald.

Einige Meilen später machten wir einen Abstecher nach Lincoln im hübschen Hondo Valley, eine der gefährlichsten Besiedlungen in den 1870 Jahren. Der Lincoln County War wütete hier und Billy the Kid war einer der Gunmen, die für den Ranger John Tunstall arbeiteten. Im April 1881 wurde er von Pat Garret im Gerichtsgebäude in Lincoln eingesperrt, aber nach 14 Tage konnte Billy flüchten und erschoss bei der Flucht zwei Wächter.

Einige Gebäude sind noch erhalten / renoviert und man kann sich etwa vorstellen, wie es hier vor 150 Jahren ausgesehen haben mag.

Kurzer Abstecher noch zum Stanton Fort, eines der Grössten im widen Westen der USA. Trotz eintrittspflichtigem Folkfestival, haben uns die Securityleute für fünf Minuten ins Innere des Fortkomplexes gelassen, um einen kurzen Eindruck zu bekommen.

Dann die letzte Etappe nach Roswell, das vor allem wegen dem angeblichen Roswell-Zwischenfall, bei dem 1947 ein UFO abgestürzt sein soll, bekannt ist. Wir haben hier das UFO- Museum besucht und uns danach sehr verunsichert Richtung Hotel aufgemacht.

Lincoln, das Gerichtsgebäude aus dem Billy the Kid geflohen ist.

Lincoln, Ursprüngliche Behausung der ersten Siedler.

Lincoln, beim Post Office und Laden.

Lincoln, erstklassiger Cappuccino mit netter Bedienung.

Lincoln, wir machen es uns auf der Porch gemütlich….

… und beobachten die Kolibris.

Lincoln, martialische Felgen à la Ben Hur.

Auf dem Parkplatz des Fort Stanton.

Fort Stanton, Eindruck der grosszügig angelegten Gebäulichkeiten.

Roswell, im UFO- Museum.

Tag 9, Santa Fe – Alamogorda

Auf der I-25 ging es heute weiter Richtung Süden. Erster Stop war für das Kasha-Katuwe Tent Rocks N.M. geplant. Exit 264 und dann ins Indianer Reservat und nach 10 Meilen im Indianerdorf rechts abbiegen – denkste! Barrikaden und quergestellte Trucks und ein paar Indianer versperren den Weg! Ich halte an, steige aus und frage den Typen, weshalb denn hier gesperrt sei. Er wird richtig ausfällig, ich solle gefälligst umdrehen und zwar subito sonst rufe er die Polizei, etc. Die andere Richtung war mit dem Schild “Access to village for Indians only” gesperrt. Das wars dann, wir kehrten wieder um.

Nächster Halt ist das “Valley of fires”, ein Park in mitten eines riesigen, etwa 45 Meilen langen und 6 Meilen breiten Lavafeldes, das vor etwa 6000 Jahren durch Eruptionen des “Little Black Peaks” entstanden ist. Die Formen und Vielfalt der Vegetation ist erstaunlich.

Etwa 60 Meilen später der nächste Halt im “Three Rivers Petroglyph Site”. Hier gibt es, nebst Klapperschlangen, eine Menge von etwa 1400 bis 800 jährigen Felsmalereien, es sollen mehr als 23000 sein, zu bestaunen.

In Alamogordo angekommen, legen wir uns etwas hin, damit wir dann für den Sonnenuntergang im White Sands N.M. bereit sind.

Der weisse Gips im White Sands N.M. ist schon speziell. Weisse Dünen und die Landschaft erinnern stark an Schneegebilde.

Das Nachtessen in Form von Fajitas bestellen wir in einer Beiz der Kette Chili. Erstaunlich gut und mit 18$ für zwei Personen äusserst preiswert. Erstaunlich auch, dass vernünftige Biere wie das Santa Fe Amber Ale serviert werden!

Der Versuch das Gelände, wo die erste Atomexplosion durchgeführt (Trinity) wurde, zu besuchen, scheiterte kläglich.

Das Valley of Fire.

Spezielle Formen der erkalteten Lava.

Eine sehr alte Juniper, die im Lavafeld wächst.

Das Gebiet des Petroglyphen Parks.

Ein Beispiel.

Und noch eines.

Im White Sands N.M. Wie Schnee, der Gips.

Man kann den White Sands N.M. Aus 50 km Entfernung als weissen Strich erkennen!

Unterwegs auf den Dünen.

Wunderschöne Zeichnungen.

Alles klar.

Sonnenuntergang.

Spezielle Beleuchtung gerade nach dem Sunset.