Heute verfolgten wir einen anderen Ansatz: Wir kauften eine ÖV-Tageskarte für Tokyo für ca. CHF 14.- und erkundeten die umliegenden Quartiere.
Zuerst ging es nach Shibuya, ein weiteres (sehr) grosses Shoppinggebiet. Am Bahnhof die bekannte Kreuzung und die Statue des Hundes “Hachiko”, der auch nach dem Tod seines Besitzers, ihn 11 Jahre lang jeden Tag am Shibuya Bahnhof erwartete. Er ist für die Japaner ein Sinnbild für Treue. Es gibt dazu einen sehr schönen Film mit Richard Geere (er spielt nicht den Hund).
Bei der Begutachtung der Einkaufstempel haben wir noch eine private Vorführung der neuen, trendigsten Hygienemasken bekommen und draussen konnte man sich auf die neusten Boliden von Kawasaki setzen.
Nächste Station war “Meiji Jingumae”, wo, nebst Einkaufen, der gleichnamige Schrein, im Vordergrund steht. Es ist eines der bedeutendsten Pilgerziele Japans. Wir spazierten den breiten Weg entlang, als uns vier junge Erwachsene ansprachen und fragten, ob wir Englisch sprechen würden und ob sie uns eine Gratisführung zum Schrein anbieten dürften, sie würden Englisch studieren und möchten gerne mit uns üben!
Aber klar doch und los ging es. Sie machten es recht gut, zeigten uns das korrekte rituelle Waschen vor dem Betreten des Schreins und wie man richtig um die Erfüllung von Wünschen bittet. Es war unterhaltsam und machte Spass, sich über die Beobachtungen der anderen Kultur auszutauschen, ich glaube, sie haben es auch genossen. Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto vor den Sakefässern.
Weiter ging es nach “Shinjuku”. Der Bahnhof zählt über 3,6 Mio Passagiere, die hier ein- oder aussteigen – pro Tag! Hier besuchten wir zuerst eines der Warenhäuser mit einer aussergewöhnlichen Food-Abteilung, danach ging es weiter zum gigantischen, 256 m hohen Rathaus von Tokyo. Der oberste Stock ist frei zugänglich und bietet phantastische Ausblicke.
Weiter zum Elektronikquartier, wo alles erhältlich ist und auf Bühnen Produkte angepriesen werden.
Mit einigem Hunger, entschlossen wir uns, eine Ramensuppe mit einigen Zutaten zu genehmigen; günstig und sehr gut.
Dann letzte Station: Asakusa. Hier steht der Asakusa-Kannon-Tempel (Sensoji-Tempel) von 1651, der überaus gut besucht war. Im Vorbezirk des Tempels sind hunderte von Souvenirläden angesiedelt.
Wir haben unser Orakel getestet, die hundert Yen bezahlt, dann die Büchse mit den Stäbchen geschüttelt, eines aus dem Loch gezogen, die Nummer gemerkt und dann die entsprechende Schublade gesucht (dauerte mit den Schriftzeichen etwas länger) und anschliessend das Orakelblatt aus der Schublade genommen, gelesen (Text war auch auf Englisch) und den Zettel gefaltet, auf der Abflugrampe befestigt, damit der Wind unsere Gedanken und Wünsche zum Himmel tragen möge.




















