26.03.2017, Tag 74, Takayama – Kyoto

Regnerischer Reisetag heute. Zuerst mit dem “Limited Express” auf der einspurigen Strecke Richtung Nagoya. Kurz vor dem Umsteigeort hatten wir uns zusammen mit einem älteren australischen Paar, das nach Tokyo reiste, vor der Türe bereit gemacht, um schnell auf den Shinkansen, unserer nach Kyoto, umsteigen zu können. Fünf Minuten vor der geplanten Ankunft kam der Schaffner vorbei und stammelte etwas von “tennn mimutes delaayi”. Mischt, diesmal hatten wir unser eigenes Abteil reserviert und nun verpassen wir den Zug. Wir fragten den Schaffner, was wir denn mit den Reservationen nachen sollen und er zog eine Brieftasche heraus, klappte sie auf und eine Plastikzeigetasche öffnete sich, die sicher 15 japanische Sätze und deren englische Übersetzungen zeigte. Er zeigte auf den Satz, der uns mitteilte, dass wir das Ticket an einem entsprechenden Gate umtauschen sollten. Be prepared! In Nagoya war der Bahnhof ziemlich voll und wir beschlossen, direkt zum Gleis zu gehen und dort den nächsten Shinkansen nach Kyoto zu nehmen, was auch gut klappte und 45 Minuten später waren wir in der alten Kaiserstadt. Die Aussicht unterwegs war eher trist, das war auch schon von Tokyo bis Naguya so, praktisch alles mit unattraktiven Bauten zugepflastert. Das beste war, dass der Zug so schnell daran vorüber fuhr!
In Kyto war was los. Wir gingen zuerst zum Nishiki-Markt, der ist riesig und bietet fast alles, inklusive Marroni (270g für CHF 9.-). Dazwischen ein Tempelbesuch mit ritueller Waschung und Deponie von Wünschen.
Danach ein Abstecher ins alte Gion-Quartier, das mit alten Häusern und Tempeln aufwartete. Die Damen waren oft in ihren klassischen Kimonos anzutreffen und sie hatten Freude, wenn sie aufs Silizium gebannt wurden.
Ein erster Höhepunkt war sicher die 46m hohe, fünfstöckige Yasanaka-no-To Pagode.

25.03.2017, Tag 73, Takayama

Wir haben uns heute Takayama etwas näher angesehen und starteten mit dem Morgenmarkt, auf dem u. a. schöne Handwerkskunst angeboten wurde.
Danach besuchten wir ein älteres Wohnhaus (ca. 1900), das auch als Sakeproduktionsstätte diente. Die Raumaufteilung, die schwarz umrandeten Teppichmatten mit den Papierwänden, die ebenfalls in Rechtecke unterteilt sind, ergibt eine schnörkellose, klare und ansprechende Struktur.
Mit dem Bus ging es darauf zum nahegelegenen “Hida Ballenberg”, wo alte Häuser und traditionelles Handwerk aus der Hida-Region in einem Freiluftpark gezeigt werden. Das Ganze ist hübsch angelegt und die Schneeräumung hatte auch funktioniert. Speziell sind die Häuser mit den sehr steilen/spitzen Dächern, es hilft bei starkem Schneefall – der Schnee rutscht früher ab und das entlastet.

24.03.2017, Tag 72, Hankone – Takayama

Nach einem Morgenessen mit viel Auswahl, fuhren wir mit dem “Waldenburgerli” zurück nach Odawara. Hier hatten wir Anschluss an den direkten Shinkansen nach Nagoya. Wir kamen 20 Minuten vor Abfahrt aufs Perron und bei den Positionen für die Wagen mit den nicht reservierten Sitzen, standen vielleicht je 6 Personen in den pro Türe angezeichneten Wartezonen. Sollen wir schon anstehen, fragten wir uns, nein, denn vorher kommt ja noch ein Shinkansen, die stehen ja sicher für diesen an.
Der Vorgänger kam, niemand in diesen Warteräumen bewegte sich, einzig 100 neue Passagiere verteilten sich über das Wartegebiet! Wir stehen jetzt hinten an – Lektion gelernt, wenn keine Reservation, dann anstehen, egal welchen Zug wir haben.
Alles lief dann doch schlank, separate Plätze im non-stop Shinkansen und BT neben einem älteren japanischen Herrn, und sie erfährt praktisch alles über japanischen Teeanbau, Kultur und sonstige Fragen.
In Nagoya wechselten wir auf einen Dieselbetriebenen “Limited Express”. Wir hatten noch etwas Zeit und ich kaufte Bier, Grüntee und eine Bentobox mit Reis und Häppchen zum Zmittag, wie man das hier so macht.
Dann Abfahrt und ich beobachte den Lokführer, der mit seinen weissen Handschuhen den Zug fährt, wie er periodisch ganz eigenartige Bewegungen macht – er zeigt nach vorne und dann auf den Plan. Ich vermute, das sind Rituale, um nichts im Ablauf zu vergessen.
Dann geht es dem Fluss entlang stetig aufwärts, bis wir nach zwei Stunden, nach einem kleinen Pass, Takayama (600m) in den Nordalpen Japans erreichten. Es war kalt, Schnee liegt vereinzelt herum und zwischendurch gab es Schneegestöber.
Shuttlebus zum Hotel, ein ziemlicher Kasten, das Zimmer ist wieder westlich eingerichtet und wir machten uns auf in die Kleinstadt. Eine Premiere – das erste Mal auf unserer Reise ziehe ich den Faserpelz an!
Das Städtchen ist hübsch mit den älteren Häusern und den Läden mit den Produkten der alten Traditionshandwerke.
Takayama ist auch Hochburg der Hida-Rinder und wir fanden bald unsere Favoritenbeiz ;-). Eine Hida Beef Platte für den privaten Grill. Das Fleisch war absolut genial, schmackhaft und zart und hatte auch seinen Preis.
Zurück im Hotel, macht sich BT bereit für das Onsen, würde ich auch gerne, aber der Blog ruuuft!

23.03.2017, Tag 71, Hankone

Nach einem heissen Onsen-Bad mit dreimal Duschen und unzähligen Übergüssen haben wir porentief rein unsere Futons installiert und die Nacht nahe am Boden verbracht. Das ging ausgezeichnet, manchmal reklamierte der Hüftknochen aber am morgen fühlten wir uns gut ausgeschlafen.
Darauf folgte das erste japanische Morgenessen. Es war schon ein spezielles Arrangement mit Gemüsesuppe, Onsen-Ei (das Ei wurde drei Minuten im heissen Wasser einer Quelle gekocht), fermentierten Sojabohnen, gegrilltem getrochnetem Fisch und weiteren Zutaten. Es hat, mit ein, zwei Ausnahmen (für uns) verträglich geschmeckt und wir waren bereit für den Tag.
Der Himmel war etwas bedeckt und wir fuhren mit dem Züglein zum Hakone Open Air Museum, das überraschend viele schöne Skulpturen von namhaften Künstlern ausgestellt hat (eine kleine Auswahl ist in der Galerie). Einzigartig ist das heisse Outdoor Fussbad, das den Museumsgästen inklusive Fusstuch angeboten wird.
Nach zwei Capuccinos (Grüntee und Black Bean Tea sind okay, aber manchmal ist Zeit für eine Alternative), machten wir uns auf, an Recyclingkörben vorbei, zum Hakone Gora Park, einem japanischen, leicht französisch angehauchten Garten mit Kunsthandwerk-Ateliers, Treibhäusern und einer Beiz, die ausgezeichnete westliche Sandwiches servierte ;-).
Auf dem Rückweg haben wir noch das Plakat der Rhätischen Bahn entdeckt, das auf die langjährige Zusammenarbeit der beiden Bahngesellschaften hinweist.
Das nächste traditionelle Nachtessen folgte, diesmal eine Gemüse-Fischsuppe, dazu Kartoffeln mit Huhn an einer Käsesauce und einem ganzen Fisch an einer exzellenten süssen Sojasauce, dazu Sake.

22.03.2017, Tag 70, Tokyo – Hakone

Ein japanischer Tag, heute. Zuerst mit der Ring-Subway Yamanote bis Shinagava und hier das erste Mal in den Shinkansen-Express nach Odawara umgestiegen. Im Shinkansen gibt es gut Platz, es hat 5 Sitzreihen nebeneinander und alles scheint geregelt. Unglaublich, wie ruhig das Gefährt bei hohen Geschwindigkeiten läuft. An den Bahnhöfen ist es bis auf den Millimeter festgelegt wo er hält, welche Wagen mit welchen Services wie bestiegen werden. Das ist natürlich nur möglich, weil täglich jede halbe Stunde oder öfter das gleiche Zugsmodell am gleichen Ort hält. Beeindruckend und effizient.
In Odawara sind wir auf eine private Linie umgestiegen und haben einen Zweitagespass für das gesamte Gebiet für CHF 35.- gehauft. Die Hakone Tozan Railway erinnerte nun eher an das Waldenburgerli, aber brachte uns zuverlässig zu unserem Ryokan Hotel (ein traditionell eingerichtetes Hotel).
Hakone ist DAS Tourigebiet der Japaner, nur 100 km von Tokyo weg und es gibt hier Berge, Seen, Schiffe, Seilbahnen und DEN Blick auf den Fuji (3776m).
Also ab, bei gutem Wetter und gut gefülltem Bus zum Ashi-See, hier eine kurze Wanderung über die steile Treppe zum Fuji-Aussichtspunkt und weiter mit dem Schiff nach Togenai Ko, wo wir die Seilbahn (eine Kunstruktion mit zwei parallen Endlosseilen) bestiegen und bis Owakudani fuhren. Hier gab es 2015 einen kleineren Vulkanausbruch, genau neben den Bahngebäuden und es dampft und schwefelt heute noch. Nach einer Busfahrt, anschliessender Talfahrt mit dem Funiculaire von Sounzan nach Gora und dem letzten Stück mit der Hakone Tozan Railway zum Hotel (auf diesem Abschnitt hat es drei Bahn-Spitzkehren!). Die ganze Tour dauerte etwa 5 Stunden und bot Gelegenheit die Kummunikation mit verschiedenstem Fahr- und Stations-Personal zu üben – am Schluss hat es geklappt.
Einchecken im traditionellen Hotel: als erstes Schuhe weg und Schlappen an. Wir bezogen das Zimmer “Ayame” aber da fehlte was? Aja, die Betten sind ja Futons, die wir selber bereit machen. Mal pinkeln und dort stehen dann die Pinkelschlappen bereit! Und es wird gern gesehen, wenn wir im Haus mit dem Yukata (Baumwoll-Kimono) herumlaufen. Also umziehen und Anleitung zum Kimonobinden studieren. Das private Onsen (natürliche Japanische Hotspring) haben wir für heute Abend für eine halbe Stunde reserviert, mal schauen. Zum Glück habe ich keine Tattoos, das wird hier gar nicht gerne gesehen – es erinnert zu sehr an die Yakuza, die japanische Mafia.
Das Nachtessen war sehr gut: verschiedene Vorspeisen, dann Gemüse, Pilze und Fleisch selber in einer Miso- Sesamsuppe gekocht.
So, jetzt muss ich noch die Benimmregeln für das Onsen und die Anleitung zum Bettbau studieren, Guetnacht.

21.03.2017, Tag 69, Tokyo

Es regnete heute den ganzen Tag. Gegen Mittag machten wir uns auf und besuchten ein Cafe in der Nähe mit praktischen Kommunikationshilfen, z. B. zur Bestimmung der gewünschten Bechergrössen. Weiter ging es zum Hama-Rikyu Garten, der an die Tokyobucht grenzt.
Der Shogun Tokugawa hat ihn 1654 als vorgelagerte Festung für die Edoburg bauen lassen.
Der Park besitzt ein Teehaus, das wir besucht und auch die Teeprozedur mit Süssigkeit zerteilen und Teetasse drehen absolviert haben. Das Süssteil hat etwas an Marzipan erinnert und der Matcha-Tee war okay. Es war etwas kühl in der Bude mit den Papierwänden und die nassen Socken haben auch nicht gerade geholfen.
Also Schuhe wieder anziehen und durch den Blumengarten zur 300 Jahre alten Pinie, dann weiter Richtung Shimbashi-Bahnhof und fanden die Sushi-Stehbar, wo wir uns eine Linie Fisch mit Klebreis reinzogen.
Danach ging es wieder zurück ins Hotel an die Wärme, wo wir uns etwas mit den Fahrplänen der Japan Rail beschäftigten.

20.03.2017, Tag 68, Tokyo

Heute verfolgten wir einen anderen Ansatz: Wir kauften eine ÖV-Tageskarte für Tokyo für ca. CHF 14.- und erkundeten die umliegenden Quartiere.
Zuerst ging es nach Shibuya, ein weiteres (sehr) grosses Shoppinggebiet. Am Bahnhof die bekannte Kreuzung und die Statue des Hundes “Hachiko”, der auch nach dem Tod seines Besitzers, ihn 11 Jahre lang jeden Tag am Shibuya Bahnhof erwartete. Er ist für die Japaner ein Sinnbild für Treue. Es gibt dazu einen sehr schönen Film mit Richard Geere (er spielt nicht den Hund).
Bei der Begutachtung der Einkaufstempel haben wir noch eine private Vorführung der neuen, trendigsten Hygienemasken bekommen und draussen konnte man sich auf die neusten Boliden von Kawasaki setzen.
Nächste Station war “Meiji Jingumae”, wo, nebst Einkaufen, der gleichnamige Schrein, im Vordergrund steht. Es ist eines der bedeutendsten Pilgerziele Japans. Wir spazierten den breiten Weg entlang, als uns vier junge Erwachsene ansprachen und fragten, ob wir Englisch sprechen würden und ob sie uns eine Gratisführung zum Schrein anbieten dürften, sie würden Englisch studieren und möchten gerne mit uns üben!
Aber klar doch und los ging es. Sie machten es recht gut, zeigten uns das korrekte rituelle Waschen vor dem Betreten des Schreins und wie man richtig um die Erfüllung von Wünschen bittet. Es war unterhaltsam und machte Spass, sich über die Beobachtungen der anderen Kultur auszutauschen, ich glaube, sie haben es auch genossen. Zum Abschluss noch ein Gruppenfoto vor den Sakefässern.
Weiter ging es nach “Shinjuku”. Der Bahnhof zählt über 3,6 Mio Passagiere, die hier ein- oder aussteigen – pro Tag! Hier besuchten wir zuerst eines der Warenhäuser mit einer aussergewöhnlichen Food-Abteilung, danach ging es weiter zum gigantischen, 256 m hohen Rathaus von Tokyo. Der oberste Stock ist frei zugänglich und bietet phantastische Ausblicke.
Weiter zum Elektronikquartier, wo alles erhältlich ist und auf Bühnen Produkte angepriesen werden.
Mit einigem Hunger, entschlossen wir uns, eine Ramensuppe mit einigen Zutaten zu genehmigen; günstig und sehr gut.
Dann letzte Station: Asakusa. Hier steht der Asakusa-Kannon-Tempel (Sensoji-Tempel) von 1651, der überaus gut besucht war. Im Vorbezirk des Tempels sind hunderte von Souvenirläden angesiedelt.
Wir haben unser Orakel getestet, die hundert Yen bezahlt, dann die Büchse mit den Stäbchen geschüttelt, eines aus dem Loch gezogen, die Nummer gemerkt und dann die entsprechende Schublade gesucht (dauerte mit den Schriftzeichen etwas länger) und anschliessend das Orakelblatt aus der Schublade genommen, gelesen (Text war auch auf Englisch) und den Zettel gefaltet, auf der Abflugrampe befestigt, damit der Wind unsere Gedanken und Wünsche zum Himmel tragen möge.

19.03.2017, Tag 67, Tokyo

Der erste Tag in Tokyo. Wir hatten uns vorgenommen, die nähere Umgebung des Hotels, das nahe beim Tokyo Tower (ein Plagiat des Eiffelturms, nur höher) liegt, zu erkunden.
Wir besuchten zuerst das Ginza Quartier, eine Einkaufsmeile, aber auch Restaurants sind häufig, vor allem in den Nebenstrassen, anzutreffen. Die Menus, wie z.B. Fondue werden in den Vitrinen ausgestellt.
Danach zum Tokyo Hauptbahnhof, wo wir unseren JR Pass, das japanische GA, einlösten. Der Typ am Schalter, er hat den ganzen Tag nur ausländische Kunden – er spricht kein Wort Englisch!
Vom Bahnhof weiter zum Kaiserpalast, ein grosses Areal mit Wassergräben, Mauern, Wehrtürmen, Gärten und Wegen. Viele Einheimische und Touris schlenderten hier herum, wie auch die beiden Mädchen, die ich ablichten durfte.
Das Ganze ist schön angelegt, aber der Palast ist abgeschirmt, einzig die klassische Sicht auf den Palast mit der Brücke im Vordergrund war möglich. Bei angenehm sonnigem Wetter lagen wir noch eine Runde unter den Pflaumen- (noch keine Kirschen) Blüten.
Auf der Suche nach etwas Essbarem fanden wir endlich eine offene und noch nicht überfüllte Beiz. Wir sahen, dass man Spiesschen auf dem Tisch-Holzkohlen-BBQ selbst zubereiten kann – also bestellten wir das. Der Kellner konnte zwei Worte Englisch eines davon war BBQ, also bestellten wir 10 Spiesschen zum Braten, Salat und Beilage – alles sauber aufgenommen. Der Salat kam, dann etwas Pause. Und dann kamen die Spiesschen – alle schon gebraten! Soviel zu BBQ. Noch kurz zum Pissoir – ich bin nicht hingekniet.

Wir gingen weiter zum World Trade Center, dort gibt es das Observation Desk im 40sten Stock, etwa 150 m hoch, was gute Ausblicke auf Tokyo gestattet.
Wir verfolgten dort oben das Einbrechen der Dunkelheit und staunten über die Dimensionen dieser Metropole. Je nach “Zirkeleinstellung” leben 30 bis 45 Millionen Menschen hier.
Danach auf zu einer Nudelsuppe. Wir fanden schnell eine Imbissstube und studierten die Auslagen. Jawohl, Nummer 19 für 460 Yen (ca.CHF 4.-) ist es.

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In der Kneipe stand dann der Automat, 1000 Yen-Note rein, Knopf 19 gedrückt und der Bon und das Retourgeld erschienen.

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Mit dem Bon dann zum Tresen.

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der Koch goss die Suppe mit Zutaten auf und nach einer Minute hatten wir unsere Mahlzeit. Sehr effizienter Prozess!

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18.03.2017, Tag 66, Fiji – Tokyo

Heute war Flugreisetag. Zuerst 10 Stunden von Fiji nach Hongkong und nach einer knapp zweistündigen Pause dann weiter in drei Stunden mit 150km/h Rückenwind nach Tokyo Haneda. Alles nach Plan – auch schön.

Das lange Sitzen bot auch die Möglichkeit ein paar Streifen reinzuziehen (und zu bewerten):

The Arrival (kreativ, sehenswert) , La La Land (eher langweilig), The Accountant (Action, Ben Afflek als Autist nicht schlecht, aber alles etwas übertrieben), Manchester by the Sea (nicht überzeugend), The Lion (schöne, berührende und wahre Geschichte)

Die Ansagen im Flieger nach Tokyo sauber zweisprachig – Chinesisch und Japanisch, so zumindest meine Interpretation.

Das Dinner wurde serviert und bei der Nudelsuppe musste ich mich doch bei meinem asiatischen Nachbarn absichern, wo und wie denn die Algen, Nudeln und Sauce zusammenkommen sollen. Alles war einfach und ausgezeichnet aber beim Schlürfen schlug mich mein Nachbar um Längen!

Ich hörte Chick Corea mit Bela Fleck, er spielt Banjo (habe das Album nicht gekannt – ist hörenswert) und es kommt eine gelöste Stimmung auf, etwas gegessen, ein Glas Rotwein, zufrieden und zuversichtlich was kommt. Die meisten Passagiere sind Asiaten, die Hälfte davon trägt Hygienemasken, und kehren vermutlich am Samstag zurück vom Business Trip – sie wissen was sie erwartet und wie sie nach Hause oder ins Hotel kommen – wir hatten auch einen Plan, wie wir unsere Liege erreichen aber etwas Nervosität war sicher vorhanden.

Und alles läuft wie vorbereitet, Monorail bis Hamamatsucho, dann 7 Minuten zu Fuss. “Von Fiji nach Fuji”.

17.03.2017, Tag 65, Castaway Island – Nadi

Der letzt Tag an der Bar mit dem Paddel von Tom Hanks. Wir hingen noch etwas im Resort rum, bereiteten unsere Weiterreise nach Tokyo mit Studium der Stadtpläne, Zugsverbindungen, Taxipass, etc. vor. Dann ging es nach musikalischem Abschied
mit der regulären Fähre (kein Wassertaxi mehr;-( an kleinsten Inseln vorbei, zurück nach Denerau und per Abholservice nach Nadi, wo wir in der Nähe des Flughafens unsere Liege haben. Und, Wäsche machen ist wieder mal angesagt. Das war der letzte Tag auf Fiji, morgen gehts nach Tokyo.